August 4, 2026 12:26 p.m. CEST

„Hoffentlich befreit ihn das“

Aber, so Eberl weiter: „Es fehlen diese magischen Momente, die wir von ihm kennen, wo er dann auf einmal im Strafraum drei, vier Leute eben ausgedribbelt hat und dann auch mal einen brillanten Pass gespielt hat oder einen Abschluss hatte.“ Aber, so Eberl, „das wird wieder kommen, da sind wir einhundert Prozent sicher“.

„Mit dem Entfernen der Platte ist er jetzt hoffentlich diesen letzten Schritt gegangen und hoffentlich befreit ihn das auch ein Stück weit auch symbolisch“, sagte Eberl und formulierte damit eine große Hoffnung der Bayern. Eberl rief „für ihn jetzt eine richtungsweisende Saison“ aus. „Da auch wieder so in seinen Rhythmus zu kommen und in die Verfassung, die er vor seiner Verletzung hatte.“

Die WM habe jetzt nicht unbedingt dazu beigetragen, „dass er jetzt vor Selbstvertrauen strotzt“, so Eberl, „aber wir werden ihn hier auffangen, wir werden ihm alles ermöglichen.“

Erzielte gegen Curaçao sein erstes WM-Tor: Jamal Musiala. (Archivbild) (Quelle: Tom Weller/dpa/dpa-bilder)

Symbolszene für Musialas Wandlung: „Bambi ist böse“

Musialas Hoffnungen und Träume bei der WM erfüllten sich mit der deutschen Nationalelf nicht und endeten zweifellos mit einer weiteren großen Enttäuschung in seiner Karriere. Dennoch war speziell beim Ausscheiden im Sechzehntelfinale gegen Paraguay eine gewisse Wandlung und Entwicklung bei Musiala zu beobachten.

Nach seiner Einwechslung trat er dabei durchaus als Führungsspieler auf, übernahm im Elfmeterschießen Verantwortung und verwandelte seinen Versuch. Der Eindruck, der bei vielen Zuschauern und Experten aber vor allem hängen blieb, war ein anderer: Er stemmte sich nämlich mit Wut und großem kämpferischem Einsatz gegen das drohende Aus und wehrte sich.

Seine Grätsche am gegnerischen Strafraum in der 115. Spielminute gegen Matías Galarza, für die er die gelbe Karte sah, stand symbolisch dafür. Wolff Fuß traf es in seinem Kommentar bei MagentaTV damals auf den Punkt und sagte: „Bambi ist böse.“ Diesen Spitznamen bekam Musiala in seiner Anfangszeit im Profiteam aufgrund seiner langen, schlaksigen Beine bei Bayern verpasst.

Wird Klopp zum Schlüssel bei seinem Neustart?

Auch Weltmeister Bastian Schweinsteiger sagte: „So etwas habe ich lange vermisst.“ Indem Schweinsteiger die Szene als vermeintlich beste von Musiala wertete, schwang durchaus auch Kritik am Rest des Spiels des Nationalspielers mit. Das Gleiche galt für Rekordnationalspieler Lothar Matthäus, der zuletzt die Schonzeit für Musiala öffentlich für beendet erklärte und befand, dass es nach dessen Verletzung ab sofort „keine Ausreden mehr“ geben dürfe.

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