Norden überrascht
Dieses Land führt den Campingmarkt an
03.11.2026 – 07:06 UhrLesedauer: 2 Min.
Campingfans haben eine sonnige Saison hinter sich. Viele zog es 2026 in den Süden, aber auch Länder in Europas Norden werden immer beliebter.
Wo haben Urlauber im Sommer 2026 am häufigsten Zelt, Wohnmobil und Caravan aufgestellt? Eine Auswertung des Portals „camping.info“ auf Grundlage von Eurostat-Zahlen gibt darauf eine eindeutige Antwort: Frankreich liegt vorn – und das mit beträchtlichem Abstand.
Von Juni bis August zählten die französischen Campingplätze sowie Wohnmobil- und Trailerparks rund 109,9 Millionen Übernachtungen. Das ist mehr als doppelt so viel wie in Italien, das auf Platz zwei folgt.
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Südeuropa gibt weiter den Ton an. Auffällig ist aber, wie stark auch Deutschland sowie der Norden Europas vertreten sind. Deutschland hält knapp hinter Spanien mit 25,3 Millionen Übernachtungen Platz vier. Schweden, Dänemark und Norwegen schaffen es ebenfalls in die Top 10. Österreich kommt mit 6,1 Millionen Übernachtungen auf Rang zehn.
Die beliebtesten Campingländer Europas 2026
| Platz | Land | Übernachtungen |
|---|---|---|
| 1. | Frankreich | 109,9 Millionen |
| 2. | Italien | 46,9 Millionen |
| 3. | Spanien | 26,8 Millionen |
| 4. | Deutschland | 25,3 Millionen |
| 5. | Kroatien | 15,8 Millionen |
| 6. | Niederlande | 15,2 Millionen |
| 7. | Schweden | 12,7 Millionen |
| 8. | Dänemark | 7,9 Millionen |
| 9. | Norwegen | 6,1 Millionen |
| 10. | Österreich | 6,1 Millionen |
Im Vergleich zum Vorjahr verlief die Entwicklung unterschiedlich. Frankreich verzeichnete ein Minus von 1,9 Prozent, Italien gab 3,2 Prozent ab, Deutschland 2,3 Prozent. Auch Kroatien lag leicht unter dem Vorjahreswert, heißt es von „camping.info“. Spanien blieb mit einem Plus von 0,1 Prozent praktisch auf dem Niveau des Vorjahres.
In Nordeuropa sieht es anders aus. Schweden legte den Angaben zufolge um drei Prozent zu und wuchs damit am stärksten unter den zehn führenden Ländern. Norwegen steigerte seine Übernachtungszahlen um 1,5 Prozent.
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Warum die Nachfrage hoch bleibt
Für die Campingplattform selbst ist der Erfolg wenig erstaunlich. Die Mischung aus Naturerlebnis, Flexibilität und vergleichsweise großer Unabhängigkeit mache die Reiseform für Familien ebenso attraktiv wie für Freunde langer Autotouren. Zugleich hätten viele Plätze in den vergangenen Jahren viel investiert und böten heute Glamping-Unterkünfte, Wellnessbereiche oder digitale Angebote, heißt es von „camping.info“.
