DFB-Pokal
Frankfurt feiert Schützenfest gegen Außenseiter
Aktualisiert am 21.08.2026 – 20:07 UhrLesedauer: 3 Min.
Gegen St. Tönis ließ Eintracht Frankfurt von Beginn an nichts anbrennen. Der Karlsruher SC drehte sein Erstrundenduell.
Eintracht Frankfurt hat in der ersten Runde des DFB-Pokals ein Schützenfest gefeiert und sich bei Fünftligist St. Tönis mit 11:0 (10:0) durchgesetzt. Schon in der vierten Minute hatte DFB-Stürmer Jonathan Burkardt die Eintracht in Führung gebracht. Er legte noch in der ersten Halbzeit zwei weitere Treffer (29. + 41. Minute) nach. Zum 10:0-Pausenstand trafen außerdem Robin Koch (10.), Ayoube Amaimouni-Echghouyab (17.), Can Uzun (34. +36.), Elias Baum (44.), Younes Ebnoutalib (45.+1) und Mario Götze (45.+5). In der zweiten Halbzeit schaltete die Eintracht dann mehrere Gänge zurück. Traf durch Farès Chaïbi (87.) nur noch einmal.
Im Parallelspiel drehte der Karlsruher SC einen 0:1-Rückstand gegen Preußen Münster noch in einen 2:1-Sieg. Montell Ndikom (35.) hatte Münster in Führung gebracht. Für den KSC trafen Marvin Wanitzek (69.) und Sebastian Jung (81.).
St. Tönis – Eintracht Frankfurt
Für Stimmung sorgten schon vor Anpfiff die rund 6.000 mitgereisten Eintracht-Fans mit einer schwarz-roten Choreografie. Die Heimfans des Vereins aus der 30.000 Einwohner Stadt Tönisvorst zündeten auf der Gegenseite eine bunte Konfettikanone. Auf dem Rasen mit noch sichtbaren Markierungen vom vergangenen Heimspiel der Footballer Krefeld Ravens verzögerte sich der Anpfiff kurz, weil ein Stück des Tornetzes nicht befestigt war.
Trotz eines durchaus mutigen Beginns der Amateure nahmen die Hessen dem Oberligisten mit zwei frühen Kopfball-Toren nach Ecken durch Burkardt und Kapitän Koch schnell die Hoffnung auf eine Überraschung. Nach der krachenden 0:7-Pleite gegen den FC Brentford im letzten Testspiel schöpften die Frankfurter durch den frühen Doppelschlag Selbstvertrauen und ließen sich von vereinzelten offensiven Bemühungen der Außenseiter nicht verunsichern.
Weil bei St. Tönis in der Defensive aber kaum etwas zusammenpasste und die Frankfurter Offensive die Mannschaft von Trainer Bekim Kastrati an allen Ecken und Enden überforderte, hatten die Frankfurter leichtes Spiel und schossen sich regelrecht in einen Torrausch. Bis zur Pause bauten die Hessen ihre Führung auf 10:0 aus und sorgten mit dem zweistelligen Pausenstand für den höchsten Halbzeitstand in der Geschichte des DFB-Pokals.
Nach der Pause ließ es die Eintracht deutlich ruhiger angehen. So bot sich St. Tönis unter lautstarkem Applaus der Fans sogar die Chance auf den Ehrentreffer (57.). Doch Lenni Castrop, der jüngere Bruder von Borussia-Mönchengladbach-Profi Jens Castrop, vergab frei vor SGE-Keeper Kaua Santos. Nach mehreren Verletzungsunterbrechungen sorgte der eingewechselte Chaibi für den Endstand.
Preußen Münster – Karlsruher SC
Die Gäste übernahmen zu Beginn die Kontrolle und hatten das Mittelfeld größtenteils im Griff. Torgefahr strahlten die Karlsruher aber lange keine aus. Die Partie spielte sich hauptsächlich zwischen den beiden Strafräumen ab. Die erste wirkliche Torchance hatten die Preußen nach fast einer halben Stunde. Charalambos Makridis scheiterte aus kurzer Distanz an KSC-Torwart Hans Bernat.
