Massiver Felssturz
Beliebter Wanderweg in Südtirol gesperrt
06.09.2025 – 11:42 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein beliebter Wanderweg in den Dolomiten ist nach einem Felsabgang teilweise verschüttet. Es gibt eine Alternative.
In den Trentiner Dolomiten in Südtirol verhindert ein massiver Felssturz den Zugang zu einem bekannten Wanderweg. Aus den steilen Hängen der Palagruppe stürzten in den vergangenen Tagen rund 150 bis 200 Kubikmeter Gestein ins Venegia-Tal, berichtet das Nachrichtenportal „Südtirol News“. Der Steinschlag habe mehrere Abschnitte des Weges E710 zum Berg Mulaz, der bei Bergwanderern auch als „Quinto Scalet“ bekannt ist, verschüttet. Ein Video auf der offiziellen Facebookseite der autonomen Provinz Trient zeigt das Geröll.
Die Gemeinde Primiero San Martino di Castrozza reagierte den Angaben nach schnell. Der am stärksten gefährdete untere Teil des Weges sei gesperrt worden. Wer zur Mulaz-Hütte aufsteigen möchte, könne eine markierte Alternativroute oberhalb der Abbruchstelle nutzen, heißt es.
Die Zivilschutzbehörde der Provinz Trient habe sich in einer Krisensitzung mit den Folgen des Geröllabgangs befasst. Fachleute untersuchten die Lage vor Ort und nahmen eine Risikobewertung vor, schreibt das Nachrichtenportal.
Als nächste Schritte würden nun temporäre Schutzmaßnahmen entlang der Serpentinen im noch begehbaren Abschnitt diskutiert. Darüber hinaus prüfen die Behörden, ob eine dauerhafte Verlegung des Weges möglich ist. Eine Entscheidung könnte in den kommenden Tagen fallen, heißt es weiter.
Felsstürze sind in der Region keine Seltenheit. Bereits im August kam es an der Cima Falkner zu mehreren Abgängen, auch im aktuell betroffenen Gebiet wurden in der Vergangenheit schon Schäden registriert.
Das Ereignis unterstreiche die Gefahren in hochalpinen Regionen, so die Zivilschutzbehörde. Durch Erosion und die Folgen des Klimawandels nehme die Instabilität der Felswände in den Dolomiten weiter zu.
