In seltenem Interview
Ex-Rivalin Sabatini spricht über Verhältnis zu Steffi Graf
Aktualisiert am 12.10.2025 – 15:49 UhrLesedauer: 3 Min.
Auf dem Tennisplatz schenkten sich Gabriela Sabatini und Steffi Graf nichts. In einem seltenen Interview spricht die Argentinierin über ihr heutiges Verhältnis zur deutschen Tennislegende.
Während ihrer aktiven Karriere verzweifelte Gabriela Sabatini häufig an Steffi Graf, erlebte mit dem Sieg gegen die Deutsche im Finale der US Open 1990 aber auch ihren größten Karriere-Triumph. Heute lebt die mittlerweile 55-jährige Argentinierin zurückgezogen in der Schweiz, taucht nur noch selten in der Öffentlichkeit auf. In einem Interview mit der „Welt“ sprach sie aber nun über ihr Verhältnis zur deutschen Tennislegende und wie es sich über die Jahre entwickelt hat.
„Steffi war und ist für mich eine der größten, wenn nicht sogar die Allergrößte!“, sagt Sabatini. „Ich hatte zwar einige bittere Niederlagen gegen sie, bin ihr aber dankbar. Denn sie hat mein bestes Tennis aus mir herausgekitzelt. Unsere sportliche Rivalität hat außerdem für unvergessliche Momente gesorgt, an die ich bis heute gerne zurückdenke.“
Den Sieg gegen Graf bei den US Open bezeichnet Sabatini als den „Höhepunkt meiner Karriere“. Bereits zuvor sei sie einem Grand-Slam-Titel häufig nahegekommen, aber dann doch immer gescheitert. „Der Titel bei den US Open war der Moment, in dem sich all meine Arbeit der Vorjahre endlich auszahlte. Ich kann dieses Gefühl gar nicht beschreiben“, so Sabatini.
Wenn sie heute an Steffi Graf denke, erinnere sie sich aber trotzdem lieber an „ihre sportliche und menschliche Größe“. Generell schwärmt sie von der Deutschen: „Sie hat sich selbst unglaublich viel abverlangt und dadurch alle besser gemacht. Und auch privat habe ich sie über die Jahre hinweg immer mehr zu schätzen gelernt.“ Nach dem Ende der Karriere habe sie Graf besser kennengelernt. „Ich mag ihre Art unheimlich gerne. Sie ist sehr bodenständig und privat. Sie lebt für ihre Familie und die Kinder.“
Auch heute haben die beiden immer noch Kontakt. „Wir telefonieren immer mal wieder – zum Beispiel zum Geburtstag. Wir haben uns fest vorgenommen, uns möglichst bald mal wieder zu treffen“, verrät Sabatini.
Dass sie auch wegen Graf während ihrer Karriere nicht mehr Grand-Slam-Titel gewann, trägt Sabatini ihrer Ex-Rivalin nicht nach. „Zu meiner aktiven Zeit war es schon ärgerlich, so oft kurz vor dem Titelgewinn zu stehen und ihn dann doch nicht zu holen. Heute kann ich aber sagen, dass ich mit meiner Karriere total zufrieden bin.“















