November 2, 2026 2:09 p.m. CET

Steinmeier-Nachfolge

Merkel soll Bundespräsidenten wählen

02.11.2026 – 12:37 UhrLesedauer: 1 Min.

Angela Merkel: Die ehemalige Kanzlerin soll an der nächsten Bundesversammlung teilnehmen. (Quelle: IMAGO/Marc John)

Ende Januar 2027 entscheidet die Bundesversammlung über die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Ihre Stimme soll dann auch Ex-Kanzlerin Angela Merkel abgeben.

Die CDU in Schleswig-Holstein will die frühere Kanzlerin Angela Merkel zur Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten im kommenden Jahr entsenden. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet.

Die CDU-Politikerin war 2022 noch von Mecklenburg-Vorpommern ins Rennen geschickt worden. „Nach dem Ausscheiden der CDU-Fraktion aus dem Schweriner Landtag haben wir als Nachbarn die Benennung von Frau Merkel daher gerne und aus voller Überzeugung übernommen“, hatte Schleswig-Holsteins CDU-Fraktionschef Tobias Koch die Entscheidung begründet.

Daneben sollen für die CDU unter anderem Bundesbildungsministerin Karin Prien und Ministerpräsident Daniel Günther sowie Ex-Handballstar Patrick Wiencek das nächste Staatsoberhaupt wählen.

Über die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird am 30. Januar 2027 entschieden. Die Bundesländer benennen zurzeit ihre Wahlleute für die Bundesversammlung, obwohl die schwarz-rote Koalition in Berlin sich noch nicht auf eine Kandidatin oder einen Kandidaten festgelegt hat.

Die Altkanzlerin hatte zuletzt für eine Frau als Nachfolgerin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier geworben. „Es gibt 77 Jahre Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, und es gab noch nie eine Frau als Bundespräsidentin“, beklagte Merkel in einem Interview bei MagentaTV. Da müsse sich jeder fragen, „ob es jetzt nicht mal an der Zeit wäre“, sagte die CDU-Politikerin in der Talksendung „Bestbesetzung“ mit Johannes B. Kerner.

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