Oktober 16, 2026 3:23 p.m. CEST

Millionen-Betrug

Ex-Bundesliga-Investor droht lange Haft

Aktualisiert am 16.10.2026 – 14:06 UhrLesedauer: 2 Min.

Joshua Wander: Das Unternehmen des US-Amerikaners folgte bei Hertha BSC als Investor auf die Tennor-Gruppe um Lars Windhorst. (Quelle: IMAGO/Sebastian Räppold/Matthias Koch/imago)

Der frühere Hertha-Investor Joshua Wander räumt einen millionenschweren Betrug ein. Mit seiner Firma 777 Partners investierte er in mehrere Fußballklubs. Nun droht ihm eine lange Haftstrafe.

Der frühere Hertha-Investor Joshua Wander hat sich in den USA des millionenschweren Betrugs schuldig bekannt. Der 45-Jährige, dessen Investmentfirma 777 Partners unter anderem beim Berliner Fußball-Zweitligisten eingestiegen war, räumte vor einem US-Gericht Betrug an Kreditgebern und Investoren ein. Das teilte die für den südlichen Bezirk von New York zuständige US-Staatsanwaltschaft mit.

Wander soll mit seiner Firma über mehrere Jahre hinweg Kreditgeber und Investoren um mehr als 500 Millionen US-Dollar (444 Millionen Euro) betrogen haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft täuschte er unter anderem über die finanzielle Lage seines Unternehmens hinweg und ließ Kontoauszüge manipulieren.

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„Anschließend verwendete er die Gelder für Zwecke, denen seine Kreditgeber niemals zugestimmt hatten – unter anderem zur Finanzierung der Fußballclubs von 777“, sagte US-Staatsanwalt Jamie McDonald.

„Ich bedauere mein Verhalten zutiefst“

Im Rahmen seines Schuldeingeständnisses erklärte sich Wander bereit, mindestens 500 Millionen Dollar aus den unrechtmäßig erzielten Erlösen zurückzuzahlen. „Als ich diese Taten beging, wusste ich, dass mein Handeln falsch war, und ich bedauere mein Verhalten zutiefst“, sagte er laut der Nachrichtenagentur AP dem Richter.

Nach Angaben des Gerichts bekannte sich der 45 Jahre alte Wander in jeweils einem Fall des Überweisungsbetrugs und des Wertpapierbetrugs schuldig. Für beide Straftaten drohen ihm jeweils bis zu 20 Jahre Haft, wie es in der Mitteilung weiter heißt. Die Verkündung des Strafmaßes ist für den 1. März 2027 vorgesehen.

Im Jahr 2023 hatte 777 Partners die Anteile von Lars Windhorst übernommen und war mit 78,8 Prozent Hauptaktionär der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA. Die beiden Unternehmensgründer Joshua Wander und Steven W. Pasko waren daraufhin in den Aufsichtsrat eingezogen.

Im Sommer 2025 übernahm die amerikanische Holdinggesellschaft A-CAP die Anteile von 777 Partners an mehreren Fußball-Klubs, darunter auch an Hertha. Neben dem Berliner Verein gehörten auch CFC Genua, Standard Lüttich und Vasco da Gama zum Fußball-Portfolio von 777.

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