Oktober 27, 2026 8:42 p.m. CET

Abschied auf St. Pauli

Hamburger Kneipen-Original ist tot – Kultlokal trauert


27.10.2026 – 17:08 UhrLesedauer: 2 Min.

Der Elbschlosskeller in Hamburg (Archivfoto): Die Kneipe hat 24 Stunden geöffnet. (Quelle: Joà ¼rgen Ritter, via www.imago-images.de)

Fast vier Wochen verbrachte er einst am Stück im Elbschlosskeller. Nun trauert die Hamburger Kultkneipe um ihren ältesten Stammgast.

Er war einer der bekanntesten Stammgäste des Hamburger Elbschlosskellers, verbrachte teilweise wochenlang in der Kultkneipe auf St. Pauli. Nun ist Klaus, der älteste Stammgast des Lokals, gestorben. Das teilte der Elbschlosskeller am Montag (26. Oktober) auf Instagram mit.

„Wir haben uns extra ein wenig Zeit gelassen, weil wir das Ganze erst einmal verarbeiten mussten“, heißt es in dem Beitrag. Klaus sei drei Tage zuvor gestorben. Zu seinem Alter und der Todesursache machte die Kneipe keine Angaben.

Klaus verbrachte fast vier Wochen am Stück im Elbschlosskeller

Klaus war auf dem Hamburger Kiez längst kein Unbekannter mehr. Schon 2023 hatte t-online über den damaligen Dauergast berichtet. Zu diesem Zeitpunkt hatte er 18 Tage am Stück in der Kneipe am Hamburger Berg verbracht. Betreiber Daniel Schmidt stellte ihn damals in einem TikTok-Video als sein „ältestes Kellerkind“ vor.

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Später übertraf Klaus diesen Rekord noch deutlich: Nach Angaben des Elbschlosskellers hielt er sich einmal fast vier Wochen ununterbrochen an seinem Stammplatz auf. Zuletzt war er vor knapp zwei Wochen für etwa sieben Tage in der Kneipe. Auch im nahe gelegenen „Goldenen Handschuh“ verkehrte er regelmäßig.

Egal, wie viel er trank: Klaus war immer höflich

In ihrem Abschiedsbeitrag erinnert sich die Kneipe besonders an seine Umgangsformen. Unabhängig davon, wie lange er geblieben sei und wie viel er getrunken habe, sei Klaus stets höflich, zuvorkommend und gut gekleidet gewesen – „ein Gentleman der alten Zeit“.

„Nun hat er das letzte Mal für uns seinen Hut gehoben“, schreibt das Team. Klaus werde als jemand in Erinnerung bleiben, der bis zuletzt die alte Schule gelebt habe.

„Wir werden dich nicht vergessen und sagen Tschüss zu einem der letzten Hamburger Originale“, heißt es zum Abschied.

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