Tornado-Experte Sävert betont allerdings: „Die Entstehung von Tornados ist nicht nur an die Temperaturen gebunden, sondern auch an andere Parameter wie die Windverhältnisse.“
Gibt es heute mehr Tornados als früher?
Dieser Eindruck kann schnell entstehen. Thomas Sävert verzeichnet auf seiner „Tornadoliste“ jedes Jahr viele bestätigte Wirbelstürme, meist sind es zwischen 30 und 60. Und er sagte bereits vor Jahren in einem Interview: „Die Meldungen haben eindeutig zugenommen.“
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Das muss aber nicht an einer tatsächlichen Häufung liegen, sondern kann auch einem gewachsenen Bewusstsein sowie genaueren Beobachtungen und Beschreibungen geschuldet sein. „Das ist das Problem“, erklärt der Experte t-online. „Systematisch erfasst werden Tornados in Deutschland erst seit der Jahrtausendwende mit Gründung der ‚Tornadoliste‘. Davor befassten sich nur einzelne Interessierte mit dem Thema.“
Die bisher vorliegenden Daten lassen laut Sävert noch keinen eindeutigen Trend erkennen, die Schwankungen der Tornadozahlen seien von Jahr zu Jahr enorm. Auch DWD-Tornado-Experte Beyer sieht das so: „Es ist derzeit kein Trend in die eine oder andere Richtung zu erkennen“, sagt er.
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Wo in Deutschland ist die Tornadogefahr am größten?
Sävert: „Dies ist noch nicht genau untersucht, dafür reichen die Daten einfach noch nicht aus.“ Tendenziell träten aber wohl mehr Tornados im Norden und in der Mitte Deutschlands auf.
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Wie genau können Tornado-Warnungen sein?
Eine Wetterlage zu erkennen, die Tornados begünstigt, ist gut möglich. Laut Sävert kann sie meist 24 bis 36 Stunden vorher auch schon näher eingegrenzt werden. Eine konkrete Tornado-Warnung für eine bestimmte Region sei aber erst dann möglich, wenn Augenzeugenbeobachtungen vorliegen oder ein Tornado aufgrund aktueller Radarbilder sehr wahrscheinlich ist.
Während einer Gewitterlage würden die Meteorologen nach verdächtigen Strukturen schauen, erläutert Beyer. „Wir suchen quasi nach Gewitterzellen, die rotieren und damit das Potenzial haben, einen Tornado hervorzubringen.“ Aber einen Tornado selbst könne man mit dem Wetterradar meist nicht erkennen. Hilfreich seien daher auch zeitnahe Meldungen von Augenzeugen, „zum Beispiel über unsere WarnwetterApp oder auch von Stormchasern“.
