Auch hier sinken die Preise
Lidl macht Butter billiger
Aktualisiert am 31.10.2026 – 12:14 UhrLesedauer: 1 Min.
Lidl senkt den Butterpreis, die Konkurrenz zieht sofort nach. Dahinter steckt ein eisernes Gesetz des Lebensmittelhandels.
Der monatelange Teuerungstrend beim wichtigsten Streichfett der Deutschen ist gebrochen. Als erster großer Händler senkt Lidl den Preis für die 250-Gramm-Packung Standardbutter um vier Cent auf 1,15 Euro. Die Konkurrenz reagiert umgehend: Die Schwesterkonzerne Aldi Nord und Aldi Süd sowie Norma verbilligen ihre Ware im selben Maße.
Bei Lidl kostet ab sofort das gesamte Sortiment der Eigenmarke Milbona weniger. Neben der klassischen deutschen Markenbutter fallen auch Süßrahmbutter, Mischstreichfett und die vegane Variante auf das neue Niveau von 1,15 Euro.
Kehrtwende nach Teuerungswelle: Lidl senkt Butterpreise
Für die teurere Weidebutter zahlen Kunden ab sofort 1,75 Euro. Der Discounter begründet diesen Schritt mit Entlastungen im Einkauf: In den Molkereien gaben die Notierungen für das Fett zuletzt spürbar nach.
Die Kehrtwende beendet eine wochenlange Teuerungswelle für die Verbraucher. Erst Anfang September hatten die Aldi-Konzerne den Preis auf 1,19 Euro angehoben, da magere Fettgehalte in der Rohmilch und teurer Rahm die Produktionskosten erhöht hatten.
Eckartikel locken die Discounter-Kundschaft
Bereits im Frühjahr lieferten sich die Branchenriesen eine ähnliche Rabatt-Schlacht. Lidl preschte damals vor, während Aldi zunächst zögerte, sich dann aber dem Druck des Konkurrenten beugte.
Dieses schnelle Nachziehen folgt den eisernen Gesetzen der Branche: Butter gehört zu den sogenannten Eckartikeln. An diesen wenigen Basisprodukten messen Kunden instinktiv, wie teuer ein Supermarkt insgesamt ist. Kein Händler kann es sich erlauben, hier teurer als die Konkurrenz zu sein. Senkt ein Riese den Preis, müssen alle anderen folgen – der gesamte Markt rutscht nach unten.
