September 1, 2026 11:37 p.m. CEST

Onlinebanking

Für diese Kunden lohnt sich eine Direktbank


Aktualisiert am 14.05.2025Lesedauer: 6 Min.

Bankkundin am Computer: Direktbanken bieten alle Leistungen online an. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)

Viele Filialen schließen, Kunden nutzen vorwiegend Onlinebanking. Direktbanken nutzen das, um neue Kunden an sich zu binden. Für wen lohnt der Wechsel?

Die klassische Bankfiliale verliert an Anziehungskraft: Drei von vier Deutschen wickeln ihre Finanztransaktionen mittlerweile über das Onlinebanking ab. Und: Jeder dritte Onlinebanking-Kunde sucht eine Bank gar nicht mehr auf, zeigt eine Studie des Digitalverbandes Bitkom.

Kunden bis 64 Jahren wollen mehrheitlich auch nicht mehr für Filialen bezahlen, die sie kaum mehr nutzen. Immer mehr Menschen zieht es deshalb zu sogenannten Direktbanken im Netz mit kostenlosen Konten. Doch sind Onlinebanken am Ende wirklich günstiger? Und worauf müssen Sie als Kunde dafür verzichten? t-online klärt die wichtigsten Fragen.

Was ist eine Direktbank?

Direktbanken sind Kreditinstitute, die ihre Geschäfte online anbieten und keine eigenen Filialen betreiben. Aufträge können Sie als Kunde zwar auch per Post oder Telefon abgeben, der Fokus der Direktbanken aber liegt auf dem Onlinebanking. Deswegen werden Direktbanken auch Onlinebanken genannt. So erkennen Sie einen guten Anbieter für Ihr Girokonto.

Als ein Kunde einer Direktbank steht Ihnen ein Netz an Geldautomaten für Abhebungen zur Verfügung. Die Bank ING etwa wirbt damit, dass Kunden mit Girocard an 1.000 ING-Geldautomaten abheben können, mit der Visa-Debitkarte an rund 58.000 Automaten in Deutschland. Die Direktbank Comdirect kooperiert mit der Commerzbank, der Deutschen Bank, Postbank und Hyopvereinsbank (sog. Cash-Group). Mit der Visa-Debitkarte können Kunden mehrmals im Monat an nahezu allen Automaten kostenlos abheben.

Mit dem Aufstieg der Direktbanken haben sich auch Bankanbieter gegründet, die nur auf das Smartphone-Banking setzen. Hier werden alle Geschäfte über eine Smartphone-App ausgeführt, der Kundenkontakt läuft über Chat oder Mail. Telefonberatungen gibt es bei diesen Anbietern selten. Auch bei der Geldauszahlung setzen diese sogenannten Neobanken Limits – dafür sind sie meist günstiger als die Konkurrenz.

Was kosten Direktbanken?

Ein einfaches Girokonto bieten die meisten Direktbanken gratis an. Es zeichnet sich aber ein Trend ab, dass die Banken Zusatzleistungen wie Kreditkarten nicht mehr kostenlos zu ihren Girokonten dazugeben. Seit 2021 stellen große Banken wie die Comdirect oder die ING außerdem Bedingungen, damit das Konto kostenlos bleibt.

Dazu gehören unter anderem ein monatlicher Geldeingang, eine Mindestanzahl an Überweisungen oder auch Bezahlvorgänge mit Apple oder Google Pay. Auch Smartphone-Banken versuchen mit ähnlichen Bedingungen, Kunden zu motivieren, das Konto bei der Direktbank als sogenanntes Hauptkonto zu nutzen. Handybanken versprechen dafür meist Vergünstigungen, während immer mehr Direktbanken Geld verlangen, wenn die Bedingungen nicht erfüllt werden.

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