November 1, 2026 3:29 p.m. CET

Er stieß VW vom Thron

Der Opel, den ganz Wolfsburg hasste


Aktualisiert am 01.11.2026 – 08:00 UhrLesedauer: 2 Min.

Kadett B Coupé: Mit einem Mal sah der VW Käfer alt aus.

Deutschland, Mitte der 60er. Die Straßen stehen voller VW Käfer, Symbol des Aufbruchs schlechthin. Dann rollt ein Auto heran, das alles verändert: der Opel Kadett B.

Der VW Käfer war das Auto des Wirtschaftswunders. Millionen fuhren ihn, keiner konnte ihn schlagen. Doch 1965 präsentierte Opel auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main den Kadett B – mit frischen Linien und einem Versprechen: mehr Platz, mehr Varianten, mehr Moderne. Binnen weniger Jahre stieg Opel auf einen Marktanteil von 17 Prozent und überholte zeitweise sogar den Käfer.

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Exportweltmeister: Der Kadett B wurde in 120 Ländern verkauft. Er war der erste Millionen-Seller von Opel.

Vielfalt als Waffe gegen Wolfsburg

Stufenheck, Fließheck, Coupé, Kombi – kein Konkurrent bot in der Kompaktklasse so viele Varianten. Die sportlichen Versionen wie der „Rallye Kadett“ lockten insbesondere junge Käufer. Mit Motoren von 1,1 bis 1,9 Litern bediente Opel alle Bedürfnisse vom Sparfuchs bis zum Sportfahrer.

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Lieber gut geklaut als schlecht selbst gemacht: 2007 bediente sich VW an Opels Werbe-Slogan für den Kadett.

Der Luxus-Kadett, den keiner wollte

1967 wagte Opel einen Schritt nach oben: Der Kadett „Olympia“ kam mit Holzimitat im Innenraum und rechteckigen Scheinwerfern. Doch die Kundschaft blieb skeptisch. Nur wenige griffen zu, die Mehrheit blieb beim schlichten Original.

Ein Kombi mit Kultstatus

Kadett Caravan: Der erste Kombi der Kompaktklasse war auch in Südafrika beliebt.

Der Kadett Caravan setzte Maßstäbe. Zweitürig oder viertürig, mit Dachreling und großem Laderaum – ein Kombi in der Kompaktklasse war damals ein Novum. Der Erfolg reichte weit über Deutschland hinaus: Mehr als die Hälfte aller Kadett B gingen ins Ausland.

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