Bei Prime Video
Dieser Western überrascht mit ungewöhnlichem Blickwinkel
22.10.2026 – 18:12 UhrLesedauer: 2 Min.
Cowboys und Revolverhelden definieren das Western-Genre. „Lakota Moon“ verlagert diesen Fokus und stellt eine andere Personengruppe ins Zentrum.
Die klare Definition von Gut und Böse ist zentrales Element des Westerns. Die Helden im Sattel setzen sich für ihr Land ein und beschützen es vor Gaunern und Dieben. Eine andere Bedrohung stellen oftmals die Ureinwohner Amerikas dar, die als Fremde mit ungewissen Absichten gezeichnet werden. „Lakota Moon“ dreht diese Darstellung um und erzählt die Geschichte aus Sicht eines indigenen Stammes.
Darum geht es in „Lakota Moon“
Im Jahr 1820 ist der Wilde Westen noch rau und unberührt. Die Gefahren lauern dennoch in den Weiten, wodurch ein Lakota-Junge ums Leben kommt. Seine Freunde trauern und geben sich die Schuld, ihn nicht gerettet zu haben. Um die eigene Ehre wiederherzustellen, wollen sie heimlich Rache an den Verantwortlichen nehmen.
Zur gleichen Zeit schickt der Stammesälteste seine besten Männer Kills First (Rodney A. Grant) und Smoke (Richard Tyson) los, um die Mörder ausfindig zu machen. Als ein Händler in der Nähe des Lakota-Stammes seine Zelte aufschlägt, geht der Häuptling einen gefährlichen Tausch ein, der das Leben des indigenen Stammes für immer verändern soll.
Wie sehenswert ist „Lakota Moon“?
Die fremde Gefahr, die indigene Völker in den meisten Western darstellen, bricht Regisseur Christopher Cain in seinem Film auf. Die Tatsache, dass er für die Dreharbeiten in den 1990er-Jahren indigene Schauspieler vor die Kamera holte, verleiht dem Film ein hohes Maß an Authentizität. Von der internationalen Filmdatenbank „IMDb“ gibt es eine Filmwertung von 6,2 von zehn möglichen Punkten.
Derzeit ist der etwas andere Western ausschließlich bei Prime Video im Abo verfügbar. Alternativ kann der Film als DVD erworben werden.
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Perspektivwechsel im Western-Genre
Als Grundthema nahm sich Regisseur Christopher Cain dem Eindringen der Europäer in die Welt der Ureinwohner an. Der Sichtwechsel macht dabei deutlich, dass die Gefahr durch Händler, Eisenbahnbauer und Cowboys gleichermaßen akut ist und das bekannte Leben im Stamm gefährdet.
Hierbei geht es weniger um die Menschen selbst, die das Böse verkörpern, sondern um die Dinge, die sie mitbringen. Das Unbekannte der westlichen Welt hält Einzug in die naturverbundene Welt des Stammes und hinterlässt nachhaltige Spuren. Oscar-Filme wie „Der mit dem Wolf tanzt“ wählten einen ähnlichen Erzählweg, doch blieb dabei stets ein Weißer im Zentrum. Diese Komponente umgeht „Lakota Moon“ gänzlich.
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