Kostenauswertung
Autoreparaturen werden deutlich teurer
26.08.2026 – 11:47 UhrLesedauer: 3 Min.
Schäden an Autos werden zunehmend kostspielig. Eine Auswertung zeigt, wie stark die Reparaturkosten gestiegen sind – und welche Schäden besonders ins Geld gehen.
Autoreparaturen nach Unfällen und anderen Versicherungsschäden werden teurer. Das zeigt eine Auswertung des Leasing- und Fuhrparkmanagementanbieters Ayvens für das Jahr 2025. Obwohl mehrere häufige Schadenarten bei den untersuchten Flottenfahrzeugen seltener auftraten, stiegen die durchschnittlichen Reparaturkosten deutlich.
Besonders groß war der Anstieg in der Teilkaskoversicherung: Der durchschnittliche Schadenaufwand erhöhte sich innerhalb eines Jahres von 1.367 auf 1.959 Euro netto – ein Plus von rund 43 Prozent. In der Vollkaskoversicherung stiegen die durchschnittlichen Kosten von 1.764 auf 1.969 Euro netto und damit um knapp 12 Prozent.
Grundlage der Auswertung sind mehr als 53.000 Kfz-Schäden, die Ayvens 2025 abgewickelt hat und bei denen Reparaturkosten entstanden sind. Die Zahlen stammen aus dem Flottengeschäft des Unternehmens und bilden nicht sämtliche Kfz-Schäden in Deutschland ab.
Glasschäden dominieren die Teilkasko
Besonders häufig entstehen Kosten durch beschädigte Autoscheiben. 57 Prozent der von Ayvens erfassten Teilkaskoschäden entfielen auf einen Scheibenaustausch, weitere 16 Prozent auf eine Scheibenreparatur. Zusammen machten Glasschäden damit fast drei Viertel der erfassten Teilkaskofälle aus.
Dabei macht es für die Kosten einen erheblichen Unterschied, ob sich eine beschädigte Scheibe noch reparieren lässt oder ausgetauscht werden muss. Eine Reparatur nach einem Steinschlag kostete laut Ayvens 2025 durchschnittlich rund 113 Euro. Für einen Scheibenaustausch wurden dagegen im Schnitt mehr als 1.030 Euro fällig.
2025 verschob sich das Verhältnis zugunsten der günstigeren Reparaturen. Die Zahl der Scheibenaustausche sank gegenüber dem Vorjahr um 3,8 Prozent, während Scheibenreparaturen um 13,6 Prozent zunahmen.
Einige Schäden werden seltener
Auch bei anderen Schadenarten verzeichnete Ayvens Rückgänge. Die Zahl der Marderschäden sank gegenüber dem Vorjahr um knapp 12 Prozent. Sturm- und Hagelschäden gingen sogar um rund 36 Prozent zurück. Leicht zugenommen haben dagegen Kollisionen mit Tieren. Wie groß der Anstieg ausfiel, teilte das Unternehmen nicht mit.
In der Vollkaskoversicherung waren Schäden durch unbekannte Verursacher oder Vandalismus mit einem Anteil von 28 Prozent am häufigsten. Rangierschäden folgten mit 24 Prozent. Beide Schadenarten kamen 2025 seltener vor: Schäden durch unbekannte Verursacher oder Vandalismus und auch Rangierschäden gingen jeweils um rund 5 Prozent zurück.
Kontrollverlust, Auffahrunfälle und Kollisionen machten zusammen 15 Prozent der erfassten Vollkaskoschäden aus. Ihre Zahl blieb gegenüber dem Vorjahr konstant.
Warum Reparaturen teurer werden
Als Gründe für die höheren Rechnungen nennt Ayvens gestiegene Arbeitskosten und die zunehmende technische Ausstattung der Fahrzeuge. Vor allem Kameras, Sensoren und Fahrerassistenzsysteme können Reparaturen laut dem Unternehmen verteuern. Solche Systeme sollen unter anderem beim Abstandhalten, Spurwechsel oder Rangieren helfen und Unfälle vermeiden. Werden entsprechende Bauteile bei einem Schaden in Mitleidenschaft gezogen, steigt jedoch der Reparaturaufwand.
