August 25, 2026 1:05 p.m. CEST

„Es tut mir heute noch weh“

Helmut Schmidt hatte neben Loki noch eine andere Frau


25.08.2026 – 11:23 UhrLesedauer: 2 Min.

Helmut und Loki Schmidt vor ihrem Haus in Hamburg im August 1974: Erst Jahrzehnte später sprach der Altkanzler über die schwere Krise ihrer Ehe. (Quelle: Sven Simon/imago-images-bilder)

Fast 70 Jahre waren Helmut und Loki Schmidt verheiratet. Wie nah ihre Ehe am Scheitern war, machte der Altkanzler erst spät öffentlich.

Helmut und Loki Schmidt galten über Jahrzehnte als unzertrennliches Hamburger Paar. Doch ihre Ehe erlebte eine schwere Krise. Erst kurz vor seinem Tod sprach Helmut Schmidt öffentlich darüber.

In seinem 2015 erschienenen Buch „Was ich noch sagen wollte“ gestand der frühere Bundeskanzler: „Ich hatte eine Beziehung zu einer anderen Frau.“ Wegen dieser Beziehung bot Loki Schmidt ihrem Mann schließlich die Trennung an.

Loki Schmidt bot ihrem Mann die Trennung an

Die Beziehung habe Ende der 1960er- oder Anfang der 1970er-Jahre bestanden, schrieb Schmidt. Wie lange sie dauerte und wie sie begonnen hatte, ließ er offen. Auch den Namen der Frau verriet er nicht. Loki wusste von der Beziehung und bot ihrem Mann an, sich zu trennen. Schmidt reagierte nach eigener Darstellung fassungslos: „Ich kann mich doch nicht von dir trennen.“

Erst mehr als vier Jahrzehnte später räumte Schmidt ein, wohl unterschätzt zu haben, wie ernst die Situation für seine Frau gewesen sei. Er habe ein tief empfundenes Schuldbewusstsein gehabt. „Es tut mir heute noch weh, mich daran zu erinnern“, schrieb er 2015. Die von Loki angebotene Trennung kam für ihn dennoch nicht infrage. Das Ehepaar blieb zusammen.

Helmut Schmidt mit seiner Frau bei einem Klavierkonzert in Zürich im Juni 1983: Das Paar blieb nach der Beziehung des Politikers zusammen. (Quelle: Dieter Bauer/imago-images-bilder)

Identität der anderen Frau blieb geheim

Wer die Frau war, ist bis heute nicht öffentlich bekannt. Nach einem damaligen Bericht des „Stern“ handelte es sich um eine SPD-Genossin. Schmidt blieb demnach auch nach dem Ende der Beziehung mit ihr in Kontakt. Als sie 2013 starb, nahm er an ihrer Beisetzung teil.

Bereits 2014 hatte der frühere Regierungsberater Klaus Harpprecht gegenüber dem „Spiegel“ von einer langjährigen Affäre Schmidts gesprochen. Harpprecht zufolge beendete Schmidt das Verhältnis, als er 1974 Bundeskanzler wurde. Die Frau litt demnach stark unter der Trennung.

Schmidt selbst äußerte sich in seinem Buch deutlich vager. In seiner Schilderung konzentrierte er sich vor allem auf Lokis Reaktion und sein eigenes Schuldbewusstsein.

Loki und Helmut Schmidt auf ihrem Hochzeitsbild im Juni 1942: Die beiden kannten sich bereits aus ihrer Hamburger Schulzeit. (Quelle: Sven Simon/imago-images-bilder)
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