Doch nicht nur für Block könnte die Aussage gefährlich werden. David B. hat auch Vorwürfe gegen ihren Vater Eugen Block erhoben.
Als das Verfahren gegen Christina Block, ihren Lebensgefährten Gerhard Delling, den Familienanwalt der Familie Block, Andreas C. und weitere Beschuldigte eröffnet wurde, war Eugen Block nicht unter den Angeklagten. Die Staatsanwaltschaft hatte zwar auch anfangs gegen ihn ermittelt, doch diese Untersuchungen schnell eingestellt.
Eugen Block habe zwar damals viel unternommen, um seine Enkelkinder wieder in den Kreis der Familie zurückzuholen, so die Ermittler. So habe er Kontakt zu Sicherheitsfirmen aufgenommen, doch einen Auftrag für eine Entführung konnte ihm nicht nachgewiesen werden.
Doch die Aussage von David B. könnte das nun ändern.
Dieser sagte zwar vor Gericht, Christina Block habe die Entführung beauftragt. Doch in seiner Befragung durch die Vorsitzende Richterin fügte er hinzu: „Soweit ich es verstanden habe, war der Patriarch die ganze Zeit involviert.“
Der Druck auf ihn und sein Team sei immer größer geworden, die Kinder zurückzubringen, sagte David B. Blocks Familienanwalt Andreas C. habe Druck gemacht: Die Kinder sollten bis Weihnachten 2023 wieder zu Hause sein. Der Patriarch habe bereits Weihnachtsgeschenke für sie gekauft, erinnert sich der mutmaßliche Entführer. Der Anwalt der Nebenklage, Philip von der Meden, sagte nach dem vorletzten Prozesstag: „Ich gehe offen gesagt davon aus, dass nach dem heutigen Verhandlungstag es sehr schwer sein wird für die Staatsanwaltschaft, Herrn Eugen Block nicht anzuklagen.“














