August 28, 2026 2:07 p.m. CEST

Die Pläne nach dem Königstod

Ein Millionenbegräbnis, über das Harald einst scherzte


28.08.2026 – 12:41 UhrLesedauer: 2 Min.

Harald und Sonja: Norwegens König ist tot, seine Ehefrau ist jetzt Witwe. Eines Tages werden die beiden am selben Ort ihre letzte Ruhestätte finden. (Quelle: RITZAU SCANPIX/Reuters)

Harald V. war kein Freund von Prunk und Protz. Dennoch gibt es nach dem Tod des norwegischen Königs millionenschwere Pläne für dessen Beisetzung.

Glitzer und Glamour waren ihm fremd, Harald V. war als Norwegens König vielmehr für seine Bodenständigkeit und Naturverbundenheit bekannt. Als kleiner Junge floh er vor den Nazis ins Exil, später nahm er als Segler an Olympischen Spielen teil: Er war ein Monarch, der Kurs hielt, heißt es im t-online-Nachruf zum Tod von König Harald V., der am 28. August in Oslo im Alter von 89 Jahren gestorben ist.

Die Geburtstagsfeiern des norwegischen Königs bestachen durch Schlichtheit, seit 2001 verzichteten Harald V. und seine Ehefrau Sonja auf jegliche Steuerprivilegien – und doch werden nach dem Tod des Königs Millionen fließen, um ihn beizusetzen.

1,8 Millionen Euro sind für die Sarkophage vorgesehen

  • Er wurde 89 Jahre alt: Norwegens König Harald V. ist tot

Wie die norwegische Zeitung „Svensk Damtidning“ im Jahr 2024 berichtete, sei im Staatshaushalt ein eigener Posten für den Tod des norwegischen Königspaares vorgesehen. Demnach stehen Harald und Sonja für ihre Sarkophage 20 Millionen norwegische Kronen zur Verfügung. Umgerechnet sind das rund 1,8 Millionen Euro aus norwegischen Steuergeldern.

1991: Als König Olav V. starb, fand eine Parade in Oslo statt. Haralds Vater wurde in einem Sarg zur Grabstätte gefahren. (Quelle: IMAGO/Lars Pehrson/TT)

Da die Norweger die Institution Monarchie laut Umfragen kritischer sehen als früher, lösten diese Zahlen damals Diskussionen aus. Bis heute wird infrage gestellt, ob solche Millionensummen für royale Gepflogenheiten noch zeitgemäß sind.

König Harald V. nahm die Debatte zwei Jahre vor seinem Tod mit Humor. Beim traditionellen Storting-Dinner zu Ehren des Parlaments im Jahr 2024 kommentierte er den Haushaltsposten augenzwinkernd: „Der diesjährige Staatshaushalt enthielt einen Posten, der überraschenderweise an ägyptische Pyramiden und Grabkammern erinnerte“, griff er die Berichte über die Sarkophage auf und sagte dann: „Ich danke den Behörden für ihre Rücksichtnahme im Jenseits.“ Und weiter: „Ich hoffe, es wird gut gepolstert sein, damit unser Aufenthalt angenehm ist. Schließlich werden wir dort eine Weile bleiben.“

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