September 24, 2026 10:43 a.m. CEST

Klopps Pressekonferenz vor DFB-Debüt

Für den größten Lacher sorgte nicht der Bundestrainer


24.09.2026 – 06:53 UhrLesedauer: 2 Min.

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Jürgen Klopp: Der Bundestrainer lief auf der Pressekonferenz in Amsterdam einmal mehr zu Höchstform auf. (Quelle: IMAGO/Cody Froggatt/imago)

Vor seinem Debüt beantwortet Jürgen Klopp die Fragen der Journalisten mit dem für ihn charakteristischen Humor. Den größten Lacher des Abends erntet jedoch die Aussage seiner Sitznachbarin.

Aus Amsterdam berichtet William Laing

Das Warten hat ein Ende. Am Donnerstagabend wird Jürgen Klopp erstmals als Trainer der deutschen Nationalmannschaft an der Seitenlinie stehen. Zum Auftakt der Nations League trifft das DFB-Team in Amsterdam auf die Niederlande (ab 20.45 Uhr im Liveticker bei t-online). Vor dem Prestigeduell mit dem Nachbarn gab sich Klopp auf der Pressekonferenz am Mittwoch gewohnt locker – und brachte die Medienvertreter mit flapsigen Aussagen gleich mehrfach zum Lachen.

„Können Sie schlafen, wenn Sie das heute Abend noch nicht wissen?“, entgegnete der 59-Jährige etwa auf die Frage eines Reporters, ob der Freiburger Philipp Treu oder der Stuttgarter Josha Vagnoman in der Startelf auf der Position des Rechtsverteidigers zum Einsatz kommen werde. Auf Klopps schlagfertige Antwort folgte prompt Gelächter im Saal – genauso wie auch auf seine Reaktion auf die Frage nach gerechten Trikotpreisen für Fans.

So wollte ein weiterer Reporter auf der Pressekonferenz anlässlich des neuen DFB-Trikots von Adidas wissen, was der Bundestrainer bereit wäre, für ein Jersey auszugeben. Klopp gab daraufhin zu, dass er nicht mehr wissen, wann er selbst das letzte Mal für ein Trikot bezahlt habe. „Also jemand, der keine Ahnung hat, was ein Trikot kostet, soll sagen, was er glaubt, was das Trikot kosten sollte“, fasste Klopp die Situation zur Belustigung der Medienvertreter ironisch zusammen.

„Unsere drei“: Wülle reagiert sarkastisch auf Klopp-Frage

Den größten Lacher des Abends erntete letztlich aber nicht der Bundestrainer, sondern seine Sitznachbarin am Pressepult, DFB-Pressesprecherin Franziska Wülle.

Franziska Wülle: Die DFB-Pressesprecherin arbeitet seit 2022 für den Verband. (Quelle: IMAGO/nordphoto GmbH / Christian Schulze/imago)

Während einer seiner Antworten fragte Klopp in die Runde: „Wie lang ist die WM her? Knappe drei Monate. Nur zwei Monate?“ Daraufhin sagte Wülle sarkastisch: „Unsere drei.“ Im Pressesaal brach daraufhin lautes Gelächter aus. Auch Klopp musste grinsen.

Der Hintergrund der humorvollen Aussage der Pressesprecherin: Bei der Weltmeisterschaft im vergangenen Sommer schied das DFB-Team bereits im Sechzehntelfinale gegen Paraguay aus. Statt also bis tief in den Juli hinein im Turnier zu bleiben und um den Titel zu spielen, war das WM-Abenteuer für die deutsche Auswahl bereits Ende Juni vorbei und damit nicht erst vor zwei, sondern bereits vor knapp drei Monaten.

Das bittere WM-Ausscheiden soll nun jedoch vergessen gemacht werden. In der Partie gegen die Niederlande soll der erste Schritt zurück zu alter Stärke folgen. „Den Start können wir hinlegen“, sagte Klopp, aber: „Alles andere noch nicht.“ Der ehemalige BVB-Coach weiß: Für den Neuaufbau der Nationalmannschaft braucht es vor allem Zeit und Geduld – und an den passenden Stellen vielleicht auch eine Prise Humor.

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