„Das war einfach zu viel“
Rennen abgebrochen: Tränen bei deutscher Leichtathletin
11.08.2026 – 14:38 UhrLesedauer: 2 Min.
Sie wollte ins EM-Halbfinale, doch der 800-Meter-Vorlauf endete für Majtie Kolberg dramatisch. Eine Verletzung aus der Vorbereitung zwang sie zur Aufgabe. Danach flossen Tränen.
Die Leichtathletik-EM in Birmingham war für 800-Meter-Läuferin Majtie Kolberg nach nur wenigen Metern schon wieder vorbei. Nach etwas mehr als einer halben Runde brach sie plötzlich aus dem Pulk der Läuferinnen aus, verließ die Bahn, ging in die Hocke und senkte ihren Kopf. Bis dahin waren keine Anzeichen zu erkennen, dass etwas nicht stimmte.
Kurz darauf brachte die 26-Jährige aus Bad Neuenahr-Ahrweiler Licht ins Dunkle. Zunächst wurde sie von ihrer Teamkollegin Smilla Kolbe, die in ihrem Vorlauf mit 1:57,80 Minuten für die schnellste deutsche Zeit seit der Wiedervereinigung gesorgt hatte, in den Arm genommen und getröstet.
- Gina Lückenkemper: Deutscher Sprint-Star wird bei EM erneut emotional
- Olympiasieger in Trauer: Ex-Leichtathlet stirbt bei Unfall
Anschließend stellte sie sich sichtlich bewegt den Fragen im ZDF-Interview: „Ich weiß auch noch nicht ganz genau, was ich sagen soll. Ich hatte echt verdammt harte Wochen, wollte aber unbedingt hier stehen und versuchen, meine Form abzugreifen. Ich hatte Hüftprobleme in den letzten Wochen.“
Kolberg: „Da ist es mir hineingeschossen“
Den Moment ihres Ausstiegs beschrieb sie unter Tränen so: „Dann hatte ich eine Situation, wo Gerangel war und da ist es mir so sehr hineingeschossen und ich konnte den Schmerz in dem Moment nicht mehr [aushalten], das war einfach zu viel.“
Um für die EM fit zu werden, hatte Kolberg vor rund zwei Wochen kurzfristig auf einen Start bei den Deutschen Meisterschaften verzichtet, da sie „kein unnötiges Risiko“ eingehen und ihre Teilnahme in Birmingham nicht gefährden wollte. Doch der Plan ging nicht auf. Kolbergs abschließender Kommentar: „Leben geht weiter.“
