Deutliches Plus
Großer Erfolg für deutsche Branche
22.09.2026 – 11:44 UhrLesedauer: 2 Min.
Die deutsche Elektroindustrie hat ihre Exporte im Juli deutlich gesteigert. Es läuft allerdings nicht in allen wichtigen Märkten.
Das zweite Halbjahr hat für die deutsche Elektro- und Digitalindustrie mit einem kräftigen Exportplus begonnen. Die Branche lieferte im Juli Waren im Wert von 23,5 Milliarden Euro ins Ausland und damit 11,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Damit konnte das Expansionstempo nach bereits starken ersten sechs Monaten „unterm Strich sogar nochmals etwas gesteigert werden“, wie der Chefvolkswirt des Branchenverbandes ZVEI, Andreas Gontermann, bilanzierte.
Von Januar bis einschließlich Juli 2026 summierten sich die Ausfuhren den Angaben zufolge auf 162,9 Milliarden Euro. Das ist ein Plus von 9,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
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Fast 90 Prozent des Exportwachstums gehen nach Angaben des ZVEI auf den Handel mit den Partnerländern in der Europäischen Union zurück. „Es ist das Geschäft mit dem gemeinsamen Binnenmarkt, welches das diesjährige Wachstum der Branchenausfuhren treibt“, erklärte Gontermann. Waren im Wert von 90,1 Milliarden Euro und damit 17 Prozent mehr als vor Jahresfrist wurden in den ersten sieben Monaten in die EU geliefert.
US-Geschäft im Aufwind – China bleibt schwierig
Aber auch die Geschäfte außerhalb der EU liefen zuletzt in vielen Ländern gut. Im Juli gab es zum Beispiel einen zweistelligen Anstieg im wichtigen Exportmarkt USA – trotz Zollschranken: Die Elektroausfuhren in die Vereinigten Staaten lagen mit einem Volumen von 2,7 Milliarden Euro um fast ein Viertel (23,3 Prozent) über dem Niveau des Vorjahresmonats.
Schwierig bleibt hingegen das Geschäft in China: Die Exporte sackten erneut ab, im Juli waren es mit 1,8 Milliarden Euro 10,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. „Im Gegensatz zu den Lieferungen in die USA, die sich aufgrund des KI-Booms sowie der inzwischen statistisch weitgehend herausgewachsenen Zoll-Einmaleffekte erholen, entwickelt sich das Geschäft mit China weiterhin schwach“, fasste Gontermann zusammen.
