Entspannt reisen
Fernreise: Diese Direktverbindungen sparen Nerven
29.09.2025 – 11:00 UhrLesedauer: 3 Min.
Bahnfahren ist entspannt, das Umsteigen mit Gepäck auf überfüllten Bahnsteigen hingegen nicht. Welche Direktverbindungen vermeiden Stress und sparen Zeit?
Wer kennt es nicht: Die sorgfältig geplante Bahnreise wird zum Hindernislauf, weil am Umsteigebahnhof das Gleis gewechselt wird oder der Anschluss knapp ist. Besonders mit viel Gepäck oder für Familien werden solche Situationen schnell zur Belastung. Dabei gibt es mittlerweile zahlreiche Direktverbindungen, die auch entfernte Ziele ohne Umsteigen erreichbar machen.
Täglich fährt ein ICE von Eisenach, Erfurt, Leipzig und Lutherstadt Wittenberg über Berlin hinaus umsteigefrei weiter bis Waren (Müritz) und Rostock. Diese Verbindung macht die Ostseeküste und die Mecklenburgische Seenplatte ohne Umsteigen aus dem Süden und Westen Deutschlands erreichbar.
Intercity-Züge erschließen besonders touristische Ziele ohne lästige Umstiege. Aus Köln und Düsseldorf fahren Intercity-Züge nach Emden beziehungsweise Norddeich Mole. Wen es in die niederländische Hauptstadt zieht, der erreicht Amsterdam Centraal mit dem IC vom Berliner Hauptbahnhof aus in etwa sechs Stunden.
Ist ein Städtetrip geplant, wählt man mit Utrecht das perfekte Ziel. Ab Frankfurt am Main geht es los, Zustieg ist auch in diesen Städten möglich:
- Köln
- Düsseldorf
- Duisburg
- Oberhausen
Ab Frankfurt erreicht man in knapp dreieinhalb Stunden den größten Bahnhof der Niederlande. Mit derselben Verbindung schafft man es in drei Stunden nach Arnheim. Wer einen Trip ins Grüne bevorzugt, steigt einfach eine Station vor Utrecht am Bahnhof Arnhem Centraal aus.
Österreich-Reisende profitieren ebenfalls. Von Siegburg/Bonn aus gibt es zwei tägliche Direktverbindungen nach und von Österreich – morgens um 8:57 Uhr nach Salzburg und um 9:42 Uhr über Lindau nach Innsbruck. Diese Verbindungen sparen das oft mühsame Umsteigen in München.
Aber auch von der bayerischen Hauptstadt aus kann man bequem nach Österreich reisen. So ist man mit dem Railjet Xpress (RJX) in knapp vier Stunden am Wiener Hauptbahnhof. Zwischenhalte sind auf der Strecke:
- Salzburg
- Linz
- St. Pölten
- Wien Meidling
Wer weiter möchte, kommt mit dieser Verbindung auch bis nach Budapest-Kelenföld. Die gesamte Reisedauer von München aus liegt knapp über sieben Stunden.
Ebenfalls mit Start am Münchener Hauptbahnhof ist man in acht Stunden und vierzig Minuten mit dem Nightjet (NJ) in Venedig. Wer „La dolce vita“ stattdessen in Bologna genießen möchte, ist von München Ost aus in etwa neun Stunden und 30 Minuten dort.
Wer nach Brüssel reisen möchte, schafft das mit dem ICE in gerade mal knapp drei Stunden von Frankfurt (Main) mit Zwischenhalten in Köln und Aachen. Zielbahnhof kann sowohl Brüssel-Süd (Bruxelles Midi) als auch Brüssel-Nord (Bruxelles-Nord) sein.
In unter vier Stunden erreicht man von Stuttgart oder Frankfurt (Main) Hauptbahnhof die Station Paris Est. Dabei gibt es zwischendurch nur wenige Halte. So etwa in Karlsruhe und Strasbourg, wenn man in Stuttgart startet.
Außerdem auch in Mannheim, wenn man von Frankfurt aus mit dem TGV fährt. Wer hingegen den ICE nutzt, fährt zudem über Kaiserslautern, Saarbrücken und Forbach.
Von Hamburg nach Skandinavien
Möchte man die dänische Hauptstadt Kopenhagen besuchen, fährt man mit dem EuroCity (EC) von Hamburg aus weniger als fünf Stunden. Wen es nach Schweden zieht, der kann über Nacht mit dem D 10300 nach Stockholm reisen und ist nach etwa 13 Stunden und 16 Minuten am Ziel.
