Kleine Lösungen, großer Nutzwert
Am stärksten ist der Epiq dort, wo Skoda traditionell stark ist: bei den kleinen praktischen Dingen. Da ist der Tickethalter an der Windschutzscheibe. Eine Handyhalterung, in die sich das Smartphone stellen lässt, wenn es gerade nicht in der Ladeschale liegt. Ein Becherhalter mit einem Schlitz, in den etwa Parkscheine passen. Weiche Einlagen in der Mittelkonsole, damit Kleinkram nicht sofort klappert, und ein Mülleimer in der Tür. Zudem lassen sich künftig auch kleine Zubehörteile selbst im 3D-Drucker herstellen – Skoda stellt dafür die benötigten Dateien bereit.
Der Epiq bietet 475 Liter Kofferraumvolumen. Für ein Auto dieser Länge geräumig. Unter dem Ladeboden befindet sich zusätzlicher Stauraum, außerdem gab es im Testwagen eine Tasche fürs Ladekabel. Die Heckklappe lässt sich nicht elektrisch, sondern nur von Hand öffnen. Skoda bietet für den Epiq außerdem einen Frunk an.
Drei Leistungsstufen, zwei Akkugrößen
Den Epiq bietet Skoda in mehreren Varianten an. Die Basisversion Epiq 35 leistet 85 kW, also 115 PS, und nutzt eine LFP-Batterie mit 38,5 kWh brutto beziehungsweise 37 kWh netto. Die Reichweite gibt Skoda mit bis zu 310 Kilometern an.
Darüber steht der Epiq 40 mit 99 kW oder 135 PS. Auch er nutzt den kleineren Akku. Je nach Ausstattung sind 315 bis 327 Kilometer kombinierte Reichweite möglich. Der Normverbrauch liegt dort bei 13,9 bis 14,5 kWh/100 km.
Der getestete Epiq 55 ist die stärkste Version. Er leistet 155 kW, also 211 PS, und hat eine NMC-Batterie mit 55 kWh brutto beziehungsweise 52 kWh netto. Die kombinierte Reichweite liegt laut Preisliste je nach Ausstattung bei 426 bis 441 Kilometern, der Normverbrauch bei 13,7 bis 14,2 kWh/100 km.
Die Höchstgeschwindigkeit beträgt bei allen Varianten 160 km/h. Geladen wird serienmäßig mit 11 kW Wechselstrom. Außerdem unterstützt der Epiq bidirektionales Laden und bietet One-Pedal-Driving mit einstellbarer Rekuperation.
Fahren: Unauffällig ist hier ein Kompliment
Der getestete Epiq 55 ist kräftig genug motorisiert und tritt so an, wie man es von einem Elektroauto erwartet. Der Antrieb reicht locker für Stadtverkehr und Landstraße, ohne das Auto unnötig unruhig wirken zu lassen. Die Lenkung spricht direkt an, reagiert aber nicht nervös. Das Fahrwerk fällt vor allem dadurch auf, dass es nicht auffällt. Es ist komfortabel, alltagstauglich und wirkt routiniert abgestimmt.
