Dafür kann man sich als Börsianer wappnen – man kann sein Portfolio sozusagen versichern. Möglich ist dies via sogenannter Short-Papiere bei Brokern oder klassisch mit Put-Optionsscheinen von Derivate-Emittenten. Beide genannten Finanzprodukte gewinnen an Wert, wenn die Kurse an der Börse sinken.
Dabei sollten Put-Optionsscheine so gesehen werden wie die Versicherung eines Autos oder Hauses. Wer sein Portfolio mit Puts wortwörtlich absichern möchte, der spekuliert nicht in erster Linie, sondern sichert Wertverluste ab. Dass man die Versicherung kaufen sollte, ehe ein möglicher Schaden – Kursrutsch – entsteht, ist nur folgerichtig.
„Für Anleger mit Absicherungsbedarf kann auch ein Blick auf die Volatilität wichtig sein. Mit 16 Punkten liegt der VIX (Volatility Index) Ende September am unteren Rand der Spanne der vergangenen zwölf Monate“, so Marcus Landau von der DZ Bank. Als Faustregel gilt bei Optionsscheinen: je höher die Volatilität, desto teurer der Schein.
Gut wären in der aktuellen Börsenlage Puts auf S&P 500 und die Nasdaq. Beim S&P 500 eignet sich beispielsweise der Put mit Wertpapierkennnummer (WKN) VK9VHR und Basis bei 6.500 Punkten und Laufzeit Juni 2026. Dieselbe Laufzeit wäre bei der Nasdaq zielführend bei einer Basis von 24.000 Punkten. Die passende WKN lautet dort JU1486.
