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Berühmtheiten gehen ein und aus

Warum Hollywoodstar Michael Douglas dieses Kurbad liebt


Aktualisiert am 25.09.2025 – 15:33 UhrLesedauer: 2 Min.

Das Hotel Imperial in Karlsbad: Kaiser Franz Joseph I., König Edward VII. und Mitglieder des russischen Zarenhauses residierten hier genauso wie Goethe, Schiller und Michael Douglas. (Quelle: imago stock&people)

In Karlsbad sprudeln heiße Quellen genauso wie Ideen. Berühmtheiten suchten hier seit jeher Heilung – heute kommen sie, um ihre Filme vorzustellen.

Es ist ein Jagdausflug, der Geschichte schreibt. Im 14. Jahrhundert reitet Kaiser Karl IV. durch die dichten Wälder Westböhmens. Begleitet von Gefolge und Hunden durchquert er eine raue, fast unberührte Landschaft – als plötzlich einer seiner Jagdhunde aufheult. Das Tier ist in eine heiße Quelle geraten und hat sich die Pfote verbrüht. Neugierig lässt der Kaiser das Wasser untersuchen, kostet es selbst – und spürt, so sagt es die Legende, sofort die wohltuende Wirkung.

Was andere vielleicht als gefährliche Laune der Natur abgetan hätten, erkennt Karl als Geschenk. An Ort und Stelle ordnet er die Gründung eines Heilbads an: Karlovy Vary, zu Deutsch Karlsbad, wird 1350 geboren. Fortan sprudeln hier nicht nur die heißen Quellen, sondern auch die Ideen. Denn in Karlsbad trifft sich alles, was Rang und Namen hat.



Das Wasser ist so heiß, dass man sich fragt, ob es aus der Hölle stammt – aber man fühlt sich danach wie im Himmel.


Soll Mark Twain über die Trinkkur in Karlsbad gesagt haben


Schon bald zieht es Adelige, Künstler und Denker aus ganz Europa in den kleinen Kurort. Goethe, Mozart, Beethoven, Wagner, russische Zaren, österreichische Kaiser – sie alle kamen, um zu kuren, zu flanieren und zu diskutieren. Man trank das heiße Wasser aus Porzellanbechern, ließ sich in Marmorbädern verwöhnen und schrieb zwischen Kolonnaden und Wäldern Gedichte, Partituren und Manifeste. Karlsbad wurde zum intellektuellen Treffpunkt mit heilender Atmosphäre.



In Karlsbad badet man nicht nur den Körper – man wird weich gespült bis in die Gedanken.


Franz Kafka, der als Kind mit seiner Familie regelmäßig nach Karlsbad reiste


Bis heute ist der Ort von dieser Geschichte geprägt. Die prächtigen Jugendstilbauten, die klassischen Kurhäuser, die Kolonnaden mit ihren dampfenden Quellen – all das erinnert an eine Zeit, in der Gesundheit, Kultur und gesellschaftlicher Glanz Hand in Hand gingen. Und wer heute durch das Tal des Flusses Teplá spaziert, dem mag es so gehen wie dem Kaiser damals: Man spürt eine Magie – auch heute noch.

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