Oktober 22, 2026 1:16 p.m. CEST

Schwere Sicherheitslücke bei PHP

Sicherheitspolitiker warnt vor „Wendepunkt“

22.10.2026 – 10:30 UhrLesedauer: 2 Min.

Laptop-Tastatur (Symbolbild): Eine neu entdeckte Sicherheitslücke bedroht Millionen Webseiten. (Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Der Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums für die Geheimdienste schlägt Alarm. Die nun gefundene Schwachstelle betreffe einen Großteil des Internets.

Der Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums für die Geheimdienste, Marc Henrichmann, hat angesichts der schwerwiegenden Sicherheitslücke in der Programmiersprache PHP vor einer neuen Dimension der Cyberbedrohung gewarnt. „Wir erleben einen Wendepunkt“, sagte der CDU-Politiker dem „Handelsblatt“. Künstliche Intelligenz (KI) mache aus Schwachstellen, die bisher als kaum ausnutzbar gegolten hätten, in kurzer Zeit „echte Einfallstore“.

„Das ist eine der ernstesten Sicherheitslücken der vergangenen Jahre“, sagte der CDU-Politiker. Die Schwachstelle betreffe einen Großteil der Webseiten weltweit und sei damit „ein Problem für die gesamte digitale Infrastruktur“. Der Fall zeige auch, wie verwundbar staatliche Einrichtungen seien, wenn zentrale Software über Jahre unentdeckte Fehler enthalte. Solche Sicherheitslücken würden gezielt von Kriminellen und staatlichen Akteuren ausgenutzt.

Sicherheitslücke zieht große Folgen nach sich

Hintergrund ist eine neu entdeckte, schwerwiegende Sicherheitslücke, die weltweit das Fundament zahlreicher Webseiten und Onlinedienste ins Wanken bringt. Kriminelle könnten die Schwachstellen ausnutzen, lautet die Warnung.

Betroffen ist die weit verbreitete Programmiersprache PHP, auf der ein Großteil des gesamten Internets basiert – von einfachen Blogs über große Nachrichtenportale bis hin zu komplexen Onlineshops und Content-Management-Systemen wie WordPress.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gab eine offizielle Cybersicherheitswarnung heraus. Es müssten rasch Sicherheitsupdates installiert werden, hieß es. Von den Schwachstellen gehe ein großes Bedrohungspotenzial aus.

Henrichmann begrüßte vor diesem Hintergrund die geplante Stärkung des BSI im Haushaltsentwurf für 2027. „Unsere Sicherheitsbehörden brauchen die Werkzeuge, die Fachleute und die rechtlichen Befugnisse, um in diesem Wettlauf vorn zu bleiben“, sagte er. Zugleich nahm der Abgeordnete Unternehmen und andere Betreiber digitaler Infrastruktur in die Pflicht. „Aber auch jeder zivile Akteur muss endlich begreifen, wie real und folgenschwer Sicherheitslücken im Netz sind.“

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