Oktober 8, 2026 8:11 p.m. CEST

Erklärung in Erfurt

CDU-Politiker Voigt kämpft nicht mehr um Doktortitel

Aktualisiert am 07.10.2026 – 12:33 UhrLesedauer: 1 Min.

Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) akzeptiert die Aberkennung seiner Promotion. (Archivbild) (Quelle: Bodo Schackow/dpa/dpa-bilder)

Die TU Chemnitz beanstandet die Promotion von Mario Voigt. Der CDU-Politiker will den Entzug seiner Doktorwürde nun akzeptieren.

Thüringens Regierungschef Mario Voigt (CDU) will den Entzug seines Doktortitels hinnehmen und den Rechtsstreit darüber beenden. Als Ministerpräsident gehöre seine Aufmerksamkeit den Bürgerinnen und Bürgern, sagte Voigt in einer Pressekonferenz im Thüringer Landtag. „Und deswegen habe ich mich entschieden, den Rechtsstreit um meine Dissertation einzustellen“, sagte der CDU-Politiker.

Die Entscheidung falle ihm nicht leicht. Seine Anwälte hätten ihm geraten, das Verfahren fortzuführen. Er wolle sich jedoch ohne Abstriche „darauf konzentrieren, was vor uns liegt.“ Ein Rechtsstreit erfordere Zeit, Energie und Aufmerksamkeit.

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Voigt steht seit Monaten wegen Plagiatsvorwürfen zu seiner Dissertation unter politischem Druck. Die Technische Universität Chemnitz hatte ihm die Doktorwürde entzogen und auch Voigts Widerspruch dagegen abgelehnt. Der 49-Jährige reichte daraufhin Klage beim Verwaltungsgericht Chemnitz ein. Diese habe er am Mittwochmorgen zurückgenommen, sagte er nun.

Gerade die AfD mit ihrem Landespartei- und Fraktionschef Björn Höcke hielt den Druck auf Voigt mit mehreren Manövern im Landtag aufrecht – so beantragte die AfD-Fraktion bereits zwei konstruktive Misstrauensvoten, die beide scheiterten. Voigts Ankündigung, den Rechtsstreit um seine Doktorarbeit zu beenden, kam eine halbe Stunde vor einer Sondersitzung des Landtags, bei der auf Antrag der AfD-Fraktion über eine Auflösung des Parlaments entschieden werden soll. Es gilt jedoch als unwahrscheinlich, dass die dafür nötige Zweidrittelmehrheit erreicht wird.

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