August 11, 2026 9:13 p.m. CEST

Ungewöhnliche Geste

König Charles schenkt Hutmacherin eines seiner Felder


Aktualisiert am 11.08.2026 – 20:12 UhrLesedauer: 2 Min.

Charles III.: Er ist seit September 2022 König. (Quelle: IMAGO/Pool / i-Images)

Normalerweise ist es König Charles III., der bei vielen seiner Besuche Geschenke bekommt. Nun aber zeigte sich der Monarch in Geberlaune und überraschte eine junge Frau.

Seit vielen Jahrzehnten setzt sich Charles III. für den Umweltschutz ein. Auch als König liegt ihm das Thema am Herzen – und sah sich nun auf ungewöhnliche Weise direkt damit konfrontiert. Wie die britische Zeitung „The Telegraph“ berichtete, führte der Klimawandel zu massiven Ernteproblemen bei Getreide. Das wiederum rief den Monarchen auf den Plan.

Die Zeitung schrieb: „Angesichts eines landesweiten Strohmangels hat der König einer Kunsthandwerkerin, die Hüte fertigt, ein ganzes Weizenfeld auf seinem Anwesen Sandringham überlassen.“ Emily Hurst sei eine Hutmacherin, die auf Design und Fertigung hochwertiger Strohhüte für Damen spezialisiert sei. Sie habe ihm erzählt, dass sie Schwierigkeiten bei der Beschaffung des benötigten Strohs hatte – und beschrieb es nun als „surreal“, von dem unerwarteten Angebot des Königs zu erfahren.

Nach Informationen der Zeitung haben Hutmacherinnen wie Hurst Probleme, sich mit einer ganz speziellen Getreidesorte zu versorgen. Dabei geht es um die alte Winterweizensorte „Maris Widgeon“. Genau diese wächst offenbar auf einem Feld von Charles auf dem Sandringham Estate in Norfolk, dem privaten Landsitz des König und der Königin.

König Charles III und Königin Camilla: Das Paar ist regelmäßig auf dem Sandringham Estate. (Quelle: IMAGO/Pool / i-Images)

Die Zeitung zitierte aus einem Interview des Senders BBC Radio 4, in dem Emily Hurst sagte: „Wir haben hier die Menge eines ganzen Feldes; daraus könnte ich womöglich Hunderte von Hüten fertigen. Ehrlich gesagt ist das kaum zu fassen; es wirkt immer noch ziemlich surreal, und ich muss erst noch richtig begreifen, was da eigentlich passiert.“

Die Zeitung veröffentlichte Fotos der jungen Handwerkerin, die sie unter anderem mit von ihr hergestellten Hüten und bei der Arbeit zeigen. In dem Bericht hieß es weiter: „Landwirte stehen vor der schlechtesten Ernte seit Aufzeichnungsbeginn, da Hitzewellen und Dürre dem Land zusetzen. Die Hälfte Englands und ganz Wales kämpfen mit Dürrebedingungen infolge von vier aufeinanderfolgenden Hitzewellen; eine fünfte steht für die kommende Woche bevor.“

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