„Weltspitze sieht anders aus“
Boris Becker sorgt sich um Zverev – und äußert Kritik
13.10.2025 – 13:37 UhrLesedauer: 3 Min.
Alexander Zverev steckt aktuell in einer Formkrise. Boris Becker macht sich Sorgen um den deutschen Tennis-Star – nimmt ihn aber auch in die Verantwortung.
Boris Becker hat sich besorgt über die aktuelle Form von Alexander „Sascha“ Zverev geäußert und den Tennisprofi mit deutlichen Worten kritisiert. Im Podcast mit der deutschen Ex-Spielerin Andrea Petkovic sagte Becker: „Was machen wir mit unserem Sorgenkind Sascha Zverev? Ich dachte eigentlich im Sommer, die Leistung war besser nach seiner Auszeit nach Wimbledon.“ Doch die Ergebnisse bei und nach den US Open seien durchgehend enttäuschend gewesen.
„Wir können das alles erklären, aber ganz ehrlich: Weltspitze sieht anders aus“, so Beckers Kritik. Gerade im Vergleich mit den aktuellen Dominatoren Carlos Alcaraz und Jannik Sinner falle Zverev zurück. „Ich dachte wirklich, er klopft an die Tür von Sinner und Alcaraz, er ist die drittstärkste Kraft im Welttennis. Die ist jetzt Djokovic mit 38 und Sascha rennt seiner Form wirklich hinterher“, so die Analyse des 57-Jährigen.
Dabei erneuerte Becker auch seine Kritik, dass Zverev sich keine Ergänzung für sein Trainerteam suche: „Auch in seiner Box tut sich nichts Neues. Da ist der Vater, da ist der Bruder, die gleichen Gesichter, wie schon seit Jahr und Tag.“
„Wenn es denn gut laufen würde, wäre ich der Erste, der gratulieren würde“, so Becker, „aber er läuft jetzt echt seiner Form hinterher und ich mache mir ein bisschen Sorgen, wie das weitergeht.“ Zverev habe in den nächsten Wochen wichtige Turniere zu absolvieren, müsse beim Masters in Paris, wo er im Vorjahr gewann, und bei den ATP Finals in Turin, wo er 2024 ins Halbfinale kam, viele Weltranglistenpunkte verteidigen.
Auch Zverevs Teilnahme an dem Exhibition-Turnier „Six Kings Slam“ in Saudi-Arabien sieht Becker kritisch. „Da gibt es eine Menge Geld, aber eben keine Punkte und auch keinen Respekt von der Tennis-Szene“, so Becker. „Ich mache mir ein bisschen Sorgen, dass das Jahr jetzt so sang- und klanglos ausläuft. Das wäre schlecht. Ich hoffe, er reißt sich nochmal am Riemen und findet die Lösung für seine Probleme.“
Zwar sei Zverev nach seinen Niederlagen schonungslos ehrlich und präsentiere sich selbstkritisch, was zu honorieren sei. „Aber ich finde, er sagt nicht, an was es liegt und was er verbessern muss. Das ist für mich der nächste Schritt, aber wir diskutieren darüber schon seit Wochen und Monaten. Eine Verbesserung sehe ich gerade nicht.“














