Deutscher wird Nummer eins
Becker gratuliert Zverev: „Wahnsinniges Gefühl“
30.10.2026 – 09:13 UhrLesedauer: 2 Min.
Mit seinem Viertelfinaleinzug hat Alexander Zverev die Weltranglistenspitze erklommen. Sein Vorgänger Boris Becker gratuliert.
Alexander Zverevs „Vorgänger“ Boris Becker schickte seine Glückwünsche an die neue Nummer eins der Tenniswelt per Social Media. „Gratulation, Sascha“, schrieb die deutsche Ikone bei X, nachdem der Hamburger den Sprung auf Platz eins der Weltrangliste perfekt gemacht hatte. Erstmals seit Becker 1991 steht wieder ein Deutscher ganz oben.
„Es ist anders als ein Turnier zu gewinnen, anders als eine Trophäe zu gewinnen. Aber es ist natürlich ein wahnsinniges Gefühl“, sagte Zverev am Sky-Mikrofon, nachdem er durch ein 6:4, 7:5 gegen Tallon Griekspoor ins Viertelfinale des ATP-Turniers in Wien eingezogen war. Durch diesen Sieg wird er ab Montag als Nummer eins geführt. Dass Zverev den Italiener Jannik Sinner überholen und die Saison an der Spitze beenden würde, hatte ohnehin bereits festgestanden.
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Die Spitzenposition wird Zverev mindestens für 13 Wochen behalten und damit Becker auch als längste deutsche Nummer eins ablösen. „Eine Woche mehr hätte ich dann als Boris?“, sagte Zverev auf der Pressekonferenz und schwang ironisch jubelnd die Faust: „Sehr gut. Dann hat sich der Sieg ja gelohnt.“ Dass er Becker in dieser Hinsicht übertrumpfen würde, sei „natürlich wunderschön“, sagte er mit einem Lachen.
„Manchmal muss man auf die besten Dinge im Leben warten“
Viel Zeit zum Feiern hatte Zverev nicht, schon am Freitag ist er in der Runde der letzten acht gegen den Briten Arthur Fery gefordert. Dennoch nahm er sich einen Moment, um zurückzublicken. Auf eine Saison, in der er in Paris und New York seine ersten beiden Grand-Slam-Titel gewonnen hatte, ehe er mit stolzen 29 Jahren auf die Eins kletterte. „Ich musste warten, aber manchmal muss man auf die besten Dinge im Leben warten“, so Zverev. Er habe „keine Worte für dieses Jahr“.
Die Gründe für den Erfolg sah Zverev unter anderem in der Anpassung seiner Spielweise hin zu einem aggressiveren und aktiveren Stil. „Ich war mutig. Ich habe mein Spiel geändert dieses Jahr. Ich habe gesagt, dass ich mal was anderes probiere. Mit 29 Jahren. Ich glaube, das würde nicht jeder machen. Ich bin glücklich, dass das geklappt hat. Ich bin glücklich, dass ich jetzt da bin, wo ich bin. Das Jahr ist natürlich ein Traum.“
