Oktober 12, 2026 4:37 a.m. CEST

Video zeigt knappes Manöver

Lufthansa-Jumbo aus Frankfurt startet in letzter Sekunde durch


11.10.2026 – 14:46 UhrLesedauer: 2 Min.

Lufthansa Boeing 747-8 im Anflug auf den Flughafen Frankfurt (Archivbild): Eine solche Maschine hatte in Los Angeles einen gefährlichen Moment beim Durchstarten. (Quelle: IMAGO/Jochen Tack/imago)

Ein Jumbojet aus Frankfurt ist im Landeanflug in Los Angeles, will aber einfach nicht sinken. Die Piloten starten durch. Dabei wird es knapp.

Eine Boeing 747 der Lufthansa aus Frankfurt hat beim Landeanflug auf den Flughafen Los Angeles einen knappen Moment beim Durchstarten erlebt. Wie Aufnahmen von vor Ort zeigen, entschieden sich die Piloten am Samstag (10. Oktober) zu einem sogenannten „Go-around“. Zuvor hatte das Fahrwerk teils schon kurz auf der Landebahn aufgesetzt.

Augenscheinlich verzögerte sich das Aufsetzen der Boeing auf der Landebahn zu lange, sodass sich die Piloten entschieden, durchzustarten. Dabei zog der Jumbojet recht steil nach oben. Beobachter berichteten, dass es kurz so aussah, als ob es zu einem sogenannten Tailstrike (einem Aufsetzen mit dem Heck) kommen könnte – wozu es allerdings nicht kam.

Lufthansa: Boeing 747 aus Frankfurt startet in Los Angeles durch

Laut Flugdaten von „Flightradar24“ drehten die Piloten nach dem Durchstarten eine Schleife und landeten rund 15 Minuten später sicher am Los Angeles International Airport (LAX). Warum die Piloten den Anflug abbrachen, ist bislang unklar.

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Vorfall mit Flugzeug aus Frankfurt: Darum müssen Piloten durchstarten

Ein Durchstarten, im Fachjargon „Go-around“, ist ein standardisiertes Sicherheitsmanöver, das im Flugbetrieb regelmäßig vorkommt. Für sich genommen ist es kein Hinweis auf eine akute Notlage. Piloten brechen die Landung ab, wenn der Anflug instabil ist – etwa weil die Maschine zu hoch oder zu schnell ist oder der Wind plötzlich dreht. Auch wenn das Flugzeug nach dem Aufsetzen wieder abspringt oder zu spät aufsetzt, kann ein Go-around die bessere Entscheidung sein.

Setzt eine Maschine erst weit hinter dem vorgesehenen Bereich auf, fehlt oft der Bremsweg. Wie gefährlich das werden kann, zeigte sich im September in Miami: Ein Frachtflugzeug setzte laut vorläufigem Bericht der US-Behörde NTSB erst rund 3.750 Fuß hinter dem Landebahnbeginn auf, anstatt durchzustarten, und war dabei deutlich zu spät. Die Maschine schoss über die Landebahn hinaus; fünf Menschen am Boden starben.

Die Piloten der Lufthansa-Maschine entschieden sich hier also augenscheinlich für das sicherste Manöver, anstatt Risiken einzugehen.

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