September 19, 2026 11:56 p.m. CEST

Trotz Fehlschuss des Jahres

Hertha siegt auch im Hexenkessel von Dresden


Aktualisiert am 19.09.2026 – 22:41 UhrLesedauer: 3 Min.

Jón Dagur Þorsteinsson ballt die Faust: Der Isländer avancierte zum Mann des Spiels. (Quelle: IMAGO/Lucas Walter/imago)

Hertha BSC marschiert in der 2. Bundesliga weiter unaufhaltsam voran. Auch in Dresden feiern die Berliner einen Sieg – gegen alle Widerstände.

Sechstes Spiel, sechster Sieg: Hertha BSC geht mit der vollen Punkteausbeute von 18 Zählern in die Länderspielpause. Der Hauptstadtklub fuhr am Samstagabend auch im Topspiel der 2. Bundesliga bei Dynamo Dresden einen Erfolg ein. Die „Alte Dame“ gewann im Hexenkessel Rudolf-Harbig-Stadion mit 2:1 (1:1).

Dabei hatte Hertha im Spielverlauf mit allerlei Rückschlägen zu kämpfen. Zunächst schoss das ehemalige Berliner Talent Patrice Čović Dresden in Führung (10. Minute). Jón Dagur Þorsteinsson glich zwar im ersten Durchgang noch aus (29.), Neuzugang Gustaf Nilsson vergab jedoch nach der Pause den schon sicher geglaubten zweiten Treffer der Gäste, als er aus drei Metern über das leere Tor schoss (53.).

Nach dem Fehlschuss wurde dann auch noch ein Tor von Oluwaseun Adewumi nach Eingriff des Videoschiedsrichters zurückgenommen (57.). Þorsteinsson bescherte Hertha mit seinem zweiten Tor jedoch die drei Punkte (80.).

So lief das Spiel

Mit 700 Fans hatten die Berliner auswärts gerechnet, der Großteil folgte einem Boykottaufruf wegen der Maßnahmen nach den Ausschreitungen im Rückspiel der vergangenen Saison. In ihrer Kurve, links und rechts davon große Pufferzonen mit freien gelben Sitzen, wirkten die mitgereisten Hertha-Anhänger gegen die Übermacht der Dynamo-Ultras dann auch ein bisschen wie auf verlorenem Posten. 29.122 Zuschauer waren insgesamt im Stadion.

Mit Wucht wollten die Dresdner ihre Profis zum Sieg brüllen – jedoch ohne skandalträchtige Vorfälle wie Anfang April. Die Partie stand damals kurz vor dem Abbruch, fast 20 Minuten war sie unterbrochen worden nach Pyro-Attacken und einem Platzsturm. Hertha hatte die Partie 1:0 gewonnen.

Patrice Čović dreht zum Jubeln ab: Der Sohn von Ex-Hertha-Trainer Ante Čović brachte Dresden in Führung. (Quelle: IMAGO/Michael Taeger/imago)

Dieses Mal gerieten die Berliner in Rückstand. Und das durch den Sohn von Ante Čović, immer noch als Trainer in Diensten der Hertha und einst sogar der Coach der ersten Mannschaft. Das Rudolf-Harbig-Stadion bebte. Nur, dass die Berliner auf dem Platz sich davon auch nicht sonderlich irritieren ließen.

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