„Hatte keine andere Möglichkeit“
Mark Keller nahm „Bergdoktor“-Rolle aus Geldnot an
24.08.2026 – 18:44 UhrLesedauer: 2 Min.
Seit 2008 ist Mark Keller bei „Der Bergdoktor“ als Dr. Kahnweiler zu sehen. Dabei wollte er die Rolle zunächst gar nicht spielen.
Seit fast zwei Jahrzehnten gehört Mark Keller zum festen Ensemble von „Der Bergdoktor“ – als Chefarzt Dr. Alexander Kahnweiler, bester Freund von Hans Sigls Hauptfigur Dr. Martin Gruber. Dass er die Rolle überhaupt annahm, hatte einen schlichten Grund, wie er nun in Barbara Schönebergers Podcast „Mit den Waffeln einer Frau“ verriet: Er war knapp bei Kasse und brauchte Arbeit.
Als Keller das Drehbuch zum ersten Mal durchblätterte, sei er zunächst irritiert gewesen. Er habe seinen Namen kaum gefunden, erzählte er. „Ich habe das Buch kurz mal durchgeschlagen, ich habe drei Finger reingesteckt und mein Name, egal, wo ich sie reinstecke, taucht nicht auf. Was ist das für eine Rolle?“
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Seine Agentin habe er daraufhin gefragt, was es mit dieser Figur auf sich habe. Zum Casting ging er dennoch. „Es war in der Tat so, dass ich echt leider nichts hatte und die Rolle, die so klein war, nur angenommen habe, weil ich keine andere Möglichkeit hatte“, gestand der 61-Jährige.
Mark Keller verrät, wie seine „Bergdoktor“-Stimme entstand
Vor allem seine Stimme hat die Figur unverwechselbar gemacht. Deren Ursprung liegt nicht in einer Schauspielschule oder einem Regieeinfall, sondern im Kinderzimmer. Vor mehr als 20 Jahren erfand Mark Keller für seine Söhne Joshua und Aaron eine Figur namens Shappulus und las ihnen abends Geschichten vor – stets in einer ganz bestimmten Stimme.
Beim Vorsprechen schlug Keller vor, Dr. Kahnweiler stimmlich anders anzulegen. Dann sprach er den Satz vor, der später zum Markenzeichen der Figur wurde: „Martin, mein einziger Freund, gut, dass du da bist. Aber Vera macht Riesen-Probleme.“ Dabei nutzte er die Stimme, die er für seine Kindergeschichten verwendet hatte. Das Team ließ es zu. „Und das hat wahrscheinlich dazu geführt, dass Dr. Kahnweiler so beliebt wurde und dass ich da auch extrem viel Spaß habe, den zu spielen“, so Keller.
