August 6, 2026 7:12 a.m. CEST

Unwetter am späten Abend

Feuerwehr rückt aus – Bäume stürzen auf Autobahnen


06.08.2026 – 04:38 UhrLesedauer: 4 Min.

Unwetter in Bayern: Abgebrochene Zweige und Blätter liegen auf einer Straße, während ein Feuerwehrmann die Krone eines Baumes zersägt. (Symbolbild) (Quelle: Pia Bayer/dpa/dpa-bilder)

Nach den heißen Tagen mit heftigen Gewittern gibt es Hoffnung auf eine Entspannung der Wetterlage. In Bayern löste ein Unwetter am späten Abend noch Feuerwehreinsätze aus.

Nach den schweren Unwettern der vergangenen Tage soll sich die Lage ab dem heutigen Donnerstag beruhigen. Dennoch hatten einige Regionen in Deutschland auch am Mittwoch erneut mit turbulentem Wetter zu kämpfen. In Bayern zog am späten Abend noch ein Unwetter auf.

Umgestürzte Bäume lösten auf zwei Autobahnen in Oberbayern kurzzeitige Sperrungen aus. An der A8 zwischen den Anschlussstellen Rohrdorf und Achenmühle im Landkreis Rosenheim stürzte am Abend ein Baum um, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Der Baum habe auf die Fahrbahn geragt und musste von Feuerwehrleuten weggeräumt werden. Während der etwa halbstündigen Sperrung bildete sich demnach ein kleinerer Stau.

Auch auf der gut 70 Kilometer entfernten A95 musste die Feuerwehr ausrücken. Zwischen den Anschlussstellen Kochel am See und Sindelsdorf (Landkreis Weilheim-Schongau) war ebenfalls ein Baum umgestürzt.

Polizei: allgemein wenige Unwettereinsätze

Laut der Polizei hat es am Abend insgesamt aber nur wenige Einsätze wegen des Wetters gegeben. Die Beamten des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd zählten bis am späten Abend etwa 25 Einsätze. Auch andere Präsidien in der Südhälfte des Freistaates sprachen von vereinzelten Einsätzen, etwa wegen weiterer umgestürzter Bäume. Verletzte wurden nicht gemeldet.

Der Wetterdienst hatte vor Unwettern für die Regierungsbezirke Oberbayern und Schwaben gewarnt. Die Meteorologen rechneten örtlich mit Regen von etwa 30 Litern pro Quadratmetern in einer Stunde sowie schweren Sturmböen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 Kilometern pro Stunde.

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Sturmschäden in Sächsischer Schweiz

Nach verheerenden Unwettern in der Sächsischen Schweiz ging es am Mittwoch mit der Beseitigung der Sturmschäden weiter. Vorrang hätten zunächst die Sicherung von Gebäuden, öffentlicher Infrastruktur und wichtigen Zugängen, teilte die Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz mit.

Zu den ersten Einsatzorten gehören die Felsenbühne Rathen, die zerstörte Wanderrast am Amselsee und die Waltersdorfer Mühle. Zudem werden Rettungs- und Forstwege freigeschnitten, damit schwere Maschinen in das Schadensgebiet gelangen können. Anschließend sollen wichtige Wanderwege wie der Basteiweg und die Schwedenlöcher geräumt werden.

Gefährlicher Einsatz im Wald

Die Arbeiten seien besonders gefährlich, hieß es. Noch hängende Bäume und Äste könnten jederzeit herabstürzen, zudem stünden viele umgeworfene Stämme unter Spannung. Deshalb kommen nach Möglichkeit Harvester und andere Forstmaschinen zum Einsatz. Da die engen Wege in Rathen für große Forstmaschinen ungeeignet sind, werden diese über andere Zufahrten an die Einsatzorte gebracht.

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