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Kleinere Batterie – gleiche Reichweite

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Fahrzeugteile aus leichten Materialien sind gleich doppelt nachhaltig: So können kleinere und weniger schwere Batterien eingebaut werden und das bei gleicher Reichweite, sodass sich die Ladezeiten verkürzen, weniger Bauraum benötigt wird und Kosten eingespart werden.

Elektroautos sind derzeit die erste Wahl, wenn es darum geht, den CO2-Ausstoß im Individualverkehr zu verringern. Und tatsächlich sind E-Autos nicht nur aus Gründen des Klimaschutzes interessant, sondern auch im Hinblick auf die Verbrauchskosten. Während ein Benziner an reinen Spritkosten derzeit bei circa 16 Euro/100 km (Verbrauch 8l/100 km) liegt, fallen beim Stromer nur rund 8 Euro/100 km (Verbrauch 20 kwh/100 km) an.

Aber die Stromer haben ein Problem – Ihre Ökobilanz lässt zu wünschen übrig und sie sind relativ schwer. Um dieses Problem in den Griff zu bekommen, hat das Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) das Projekt CosiMo (Composites for Substainable Mobility) Projekt gestartet, mit dem erforscht wird, wie E-Autos leichter und gleichzeitig nachhaltiger werden können.

Viel leichter und recyclebar

Das Zauberwort heißt Leichtbau. In einem ersten Schritt haben sich die Forscher des DLR die Batterien vorgenommen. Ein konventionelles Batteriegehäuse wiegt derzeit circa 300 kg. Durch den Einsatz von faserverstärkten Kunststoffen ist es gelungen, das Gewicht um bis zu 40 Prozent zu verringern.

Zum einen werden dadurch Aluminium und Stahl eingespart, zum anderen sind die eingesetzten Kunststoffe recycelbar und damit nachhaltig. Ein weiterer Punkt ist das geringere Gesamtgewicht des Fahrzeugs. Der Leichtbau ermöglicht den Einbau kleinerer und damit leichterer Batterien bei gleicher Reichweite. Das führt zu Kostenersparnis und reduziert die Ladezeiten des Stromers.

CosiMo ist ein Verbundprojekt zur Erforschung neuartiger Materialien und Fertigungsverfahren für nachhaltige Mobilität, an dem sich insgesamt 14 Partner aus Forschung und Industrie beteiligen. Das im Jahr 2018 gestartete Projekt lief bis Ende 2021 und wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie gefördert.

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