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Ford Fiesta bei HU nicht immer ein Grund zum Feiern

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Ölverlust schon bei der ersten Hauptuntersuchung, im Alter dann Probleme mit der Lenkanlage: Die beiden letzten Fiesta-Generationen fahren beim TÜV nicht mängelfrei vor; das neuere Modell kommt aber besser weg. Und der Ford Fiesta ist als Gebrauchter vergleichsweise günstig.

Auch vor Klassikern macht die Zeit nicht halt: Im Zuge der Umstellung auf Elektromobilität rollt 2023 der letzte Ford Fiesta vom Band. Was Interessenten nicht kümmern muss: Als Gebrauchtwagen ist der Fiesta vergleichsweise günstig. Das Abschneiden bei der KFZ-Hauptuntersuchung (HU) kann sich ebenfalls sehen lassen, was für den Vorgänger eher nicht gilt.

Modellhistorie

Der Fiesta ist Kleinwagen und alter Hase. Mit dem Urmodell 1976 gestartet fährt er seit 2017 bereits in achter Generation. Geliftet wurde die aktuelle und letzte Auflage noch einmal 2021. Dabei wurden das Design mit serienmäßigen LED-Scheinwerfern aufgefrischt, die Ausstattung erweitert, die Assistenzsysteme aktualisiert und die Diesel aus dem Programm gestrichen.

Der 1,0 Liter große Dreizylinder-Turbo wurde mit einem elektrischen Startergenerator zum Mild-Hybrid. Die Vorgängergeneration war ab 2008 im Handel; sie wurde 2012 überarbeitet.

Karosserievarianten

Steilheck – der Fiesta ist neben Modellen wie VW Polo oder Opel Corsa ein klassischer Kleinwagen. Es gibt ihn als Drei- und Fünftürer. Vom aktuellem Modell wurde auch die aufgebockte Variante Active mit modischen SUV-Anleihen aufgelegt.

Abmessungen (laut ADAC)

  • 3,95 bis 4,09 Meter x 1,72 bis 1,76 Meter x 1,47 bis 1,51 Meter (L x B x H)
  • Kofferraumvolumen: 290 bis 1093 Liter

Stärken

Der Fiesta gilt als wendiger Genosse mit souveränem bis straffem Fahrwerk. Und: Zur Serienausstattung des aktuellen zählen neun Airbags. Bei der HU zeigt dieser laut “Auto Bild TÜV-Report 2023” “kaum Macken”. Fahrwerk und Lenkung zeigen sich auf dem Prüfstand weitgehend mängelfrei.

Die Abgasuntersuchung (AU) stellt kein Problem dar. Beide Fiesta-Generationen zeigen meist bessere Bremsfunktion als der Durchschnitt, das Gleiche gilt für Bremsscheiben sowie Bremsleitungen und -schläuche. Rost am Fahrwerk kommt bislang so gut wie nie vor.

Schwächen

Die siebte Generation leidet oft an verschlissenen Lenkgelenken, ab der dritten HU kommen marode Achsaufhängungen dazu, auch Federn und Dämpfer machen dann Probleme. Zum dritten Check steigen auch die AU-Durchfallquoten signifikant an und Defekte am Auspuff werden immer öfter entdeckt.

Während Ölverlust ausgerechnet schon beim neuesten Fiesta zur ersten HU keine Seltenheit ist, plagen beide Generationen hohe Beanstandungsquoten vor allem beim Abblendlicht, auch Blinker und restliche Beleuchtung machen Sorgen.

Pannenverhalten

In der ADAC-Pannenstatistik rangiert der Fiesta auf guten Plätzen. Ausnahme bilden Exemplare der Erstzulassungsjahre 2014, 2015 und 2017, die sich im Mittelfeld der Datensammlung platzieren. Als Pannenschwerpunkte nennt der Club die Batterie bei Autos von 2013, 2014 und 2017 sowie die Zündkabel bei Autos von 2010.

Motoren

  • Benziner (Drei- und Vierzylinder, Frontantrieb): 44 kW/60 PS bis 147 kW/200 PS
  • Diesel (Vierzylinder, Frontantrieb): 51 kW/70 PS bis 88 kW/120 PS; Autogas (LPG): 68 kW/92 PS

Marktpreise (laut “DAT Marktspiegel” der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern):

  • Fiesta 1.5 EcoBoost ST Dreitürer (2018); 147 kW/200 PS (Dreizylinder); 48.000 Kilometer; 14.450 Euro
  • Fiesta 1.0 EcoBoost M-Hybrid Titanium Fünftürer (2020); 114 kW/155 PS (Dreizylinder); 37.000 Kilometer; 17.700 Euro
  • Fiesta 1.25 Ambiente Fünftürer (2016); 44 kW/60 PS (Vierzylinder); 80.000 Kilometer; 6050 Euro
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