August 30, 2026 5:45 p.m. CEST

„Sie starb vor unseren Augen“

22-Jährige stirbt in Aarau: Augenzeuge schildert den Moment


Aktualisiert am 30.08.2026 – 14:05 UhrLesedauer: 3 Min.

Bluttat in der Schweiz: Bewaffnete Polizeibeamte patrouillieren in der Nähe der Pferderennbahn Schachen in Aarau, wo tödliche Schüsse abgegeben worden sind. (Quelle: Michael Buholzer/dpa)

Bei einem Rave in Aarau fallen in der Nacht Schüsse. Eine 22-Jährige stirbt, fünf Menschen werden verletzt. Ein Augenzeuge schildert die tragischen Augenblicke.

Bei den nächtlichen Schüssen in Aarau ist eine 22-jährige Frau getötet worden. Das teilte die Kantonspolizei Aargau am Sonntag mit. Insgesamt seien sechs Menschen getroffen worden. Die junge Frau sei noch vor Ort ihren Verletzungen erlegen. Vier Männer und eine weitere Frau im Alter zwischen 24 und 27 Jahren wurden nach Angaben der Polizei leicht bis schwer verletzt in Krankenhäuser gebracht.

Ein Augenzeuge schilderte der „Aargauer Zeitung“, wie er die Schüsse und den Tod der 22-Jährigen miterlebt hat. Er sei in Richtung Notausgang gelaufen, als neben ihm die junge Frau angeschossen worden sei. „Sie hatte einen Schuss in die Brust und wohl einen Streifschuss an den Hals bekommen“, sagte der Mann.

Mehrere Besucher hätten anschließend versucht, die Frau zu reanimieren. „Die Frau starb vor unseren Augen. Wir wollten helfen, konnten aber nichts machen. Das geht einem schon nahe“, sagte der Augenzeuge.

Im Video | Schüsse töten 22-Jährige in Aarau

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Quelle: reuters

„Sie kamen und riefen: ‚Alle Hände hoch!'“

Draußen habe der Augenzeuge eine weitere Person mit einer Schussverletzung angetroffen. Er habe daraufhin Wasser geholt, das er verteilen wollte, und sei dabei auf zwei weitere angeschossene Personen gestoßen.

Nach rund 30 Minuten sei schließlich die Polizei eingetroffen. „Sie kamen und riefen: ‚Alle Hände hoch!'“, schilderte der junge Mann. Die Besucher seien nach draußen verwiesen worden. Der Täter sei zu diesem Zeitpunkt noch auf der Flucht gewesen. Gesehen habe er ihn nicht.

„Die ganze Situation war sehr schlimm“, sagte der Augenzeuge. „Am Aarauer Rave hatte ich das nicht erwartet. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass hier jemand kommt und schießt.“

DJ des Festivals äußert sich zu den tödlichen Schüssen

Auch der Schweizer DJ Tekibo, der in der Nacht auf Sonntag beim Aarauer Rave aufgelegt hatte, äußerte sich nach den Schüssen. Es sei „absolut herzzerreißend“, was passiert sei, schrieb er in einer Instagram-Story. „Techno und Raves sollen ein Ort der Freiheit und Sicherheit sein, niemals ein Ort, an dem so etwas passiert.“

Er versuche, das Geschehene zu verarbeiten. Das falle ihm jedoch schwer, denn er habe „einen wichtigen Freund verloren“. Für diesen Verlust finde er keine passenden Worte. Sein Statement beendete Tekibo mit den Worten: „RIP M“ – also „Ruhe in Frieden, M“. Wen er damit meint und ob es sich um die getötete 22-Jährige handelt, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.

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