Juli 16, 2026 3:09 p.m. CEST

Selbstuntersuchung der Brust

Brustkrebs: Auf diese Veränderungen müssen Frauen achten


Aktualisiert am 16.07.2026 – 12:18 UhrLesedauer: 2 Min.

Junge Patientin mit Beschwerde in der Brust bei einer Ärztin: Wie sich die Brust am besten untersuchen lässt, kann die Frauenärztin oder der Frauenarzt erklären. (Quelle: AlexanderFord/getty-images-bilder)

Fachleute empfehlen, dass Frauen ihre Brüste regelmäßig selbst abtasten. Was dabei wichtig ist – und warum die Selbstuntersuchung allein nicht reicht.

Viele Frauen mit Brustkrebs haben die Erkrankung selbst bemerkt, sei es beim Einseifen unter der Dusche oder weil sie beim Abtasten der Brust einen Knoten oder eine andere Veränderung bemerkt haben.

Je früher Brustkrebs entdeckt und behandelt wird, desto größer sind die Chancen auf Heilung. Die Selbstuntersuchung der Brust kann einen Beitrag dazu leisten, Brustkrebs zu erkennen.

Selbstuntersuchung als Ergänzung zur ärztlichen Kontrolle

Viele Fachleute halten es für sinnvoll, dass alle Frauen einmal im Monat die Brust selbst untersuchen. Die Selbstuntersuchung kann und soll die ärztliche Früherkennung jedoch nicht ersetzen – sondern ergänzen. Denn es ist bislang wissenschaftlich nicht belegt, dass durch die Selbstuntersuchung weniger Frauen an Brustkrebs sterben. Ein Grund dafür ist, dass Brustkrebs oft erst tastbar ist, wenn die Erkrankung schon fortgeschritten ist.

Dennoch wird die Selbstuntersuchung als ergänzende Maßnahme zur ärztlichen Untersuchung empfohlen. Zum einen ist nicht auszuschließen, dass ein Tumor, der unter der Hautoberfläche liegt, auch schon in einem frühen Stadium entdeckt wird. Zum anderen trägt die Selbstuntersuchung dazu bei, mögliche Veränderungen der Brüste schneller zu erkennen.

Selbstuntersuchung: Veränderungen wahrnehmen

Wer sich unsicher ist, wie die Brust am besten untersucht werden sollte, lässt sich dies am besten von der Frauenärztin oder dem Frauenarzt zeigen.

Der beste Zeitpunkt zur Selbstuntersuchung ist kurz nach der Periode. Dann ist das Brustgewebe meist weicher und weniger druckempfindlich. Frauen, die keine Monatsblutung mehr haben, können den Zeitpunkt der Untersuchung frei wählen und das Gewebe zum Beispiel immer am ersten Tag im Monat abtasten.

Sorgen Sie für ausreichend Licht und nehmen Sie sich Zeit. Zu Beginn ist es hilfreich, beide Brüste in verschiedenen Positionen im Stehen vor dem Spiegel zu betrachten. Fallen dabei bestimmte Veränderungen auf, empfiehlt es sich, diese beim Frauenarzt abzuklären. Dazu zählen vor allem

  • Veränderungen der Brustwarzen, etwa eine Einsenkung einer Brustwarze, Einziehungen beim Heben der Arme, Absonderungen aus den Brustwarzen oder Entzündungen
  • Veränderungen der Brustgröße oder -form, zum Beispiel, wenn sich eine Brust beim Armheben anders verformt als die andere Brust
  • Veränderungen der Haut, etwa Rötungen, Entzündungszeichen, Orangenhaut, vergrößerte Poren oder Einziehungen

Anschließend folgt die eigentliche Tastuntersuchung. Wichtig dabei ist, die Brust überall abzutasten. Am besten geht das in kreisenden Bewegungen und mit unterschiedlichem Druck. Es empfiehlt sich, die Untersuchung anschließend noch einmal im Liegen zu wiederholen.

Ausführliche Informationen darüber, wie die Selbstuntersuchung genau abläuft und was Sie beim Abtasten beachten müssen, lesen Sie im Artikel „Brust abtasten und Knoten in der Brust erkennen„.

Gut zu wissen

In den meisten Fällen sind Veränderungen oder Knoten in der Brust kein Brustkrebs. Um sicherzugehen, ist jedoch ein zeitnaher Arztbesuch sinnvoll.

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