Erst hohes Tempo und Nötigung, dann Unfall
Audi TT und Maserati liefern sich Rennen – dann kracht es
27.08.2026 – 12:31 UhrLesedauer: 2 Min.
Zwei Luxusautos donnern über die A44, überholen rücksichtslos andere Fahrzeuge. Dann kommt ein Laster in Sicht.
Bei einem Unfall auf der A44 in Nordrhein-Westfalen sind am Mittwochabend ein Audi TT und ein Lkw zusammengestoßen. Wie eine Sprecherin der Polizei t-online sagte, gehen die Beamten davon aus, dass der Audi-Fahrer den Unfall verursachte, weil er die Situation auf der Autobahn aufgrund seiner hohen Geschwindigkeit falsch einschätzte.
Er soll sich ein Rennen mit einem Maserati-Fahrer geliefert haben. Zwischen den Anschlussstellen Lichtenau im Kreis Paderborn und Marsberg im Hochsauerlandkreis drehten die beiden 40-Jährigen aus Thüringen Zeugenaussagen zufolge so richtig auf. Ein überholter Autofahrer schilderte den Beamten, die beiden seien rücksichtslos und mit hoher Geschwindigkeit hintereinander hergefahren – vermutlich mit mehr als 200 km/h.
Dann tauchte ein Lkw auf. Der 63-jährige Lasterfahrer wollte eigener Aussage zufolge einen langsameren Lkw überholen und hatte gerade zum Spurwechsel angesetzt, als er etwa einen Kilometer weiter hinter sich den Audi TT im Rückspiegel sah. Der Audi-Fahrer habe, während er näher kam, mehrfach die Lichthupe betätigt, erklärte der Lkw-Fahrer weiter – dann krachte es.
So hoch schätzt die Polizei den Schaden
Laut der Polizeisprecherin wurde der Anhänger des Lasters hinten links getroffen, der Audi TT vorne rechts schwer beschädigt. Offenbar hatte der Audi-Fahrer gehofft, noch am Laster vorbeizukommen, es dann aber nicht mehr geschafft. Der Maserati-Fahrer überholte nach dem Unfall unterdessen auf dem Seitenstreifen, setzte sich vor den Lkw und bremste diesen aus.
Den alarmierten Polizeibeamten erzählten die Fahrer der Luxusautos anschließend, der Laster sei erst drei Meter vor ihnen auf die linke Spur gewechselt. Doch dann meldete sich der zuvor überholte Autofahrer und berichtete, wie schnell Audi und Maserati gefahren seien. Die Staatsanwaltschaft ließ daraufhin den Audi TT und Maserati beschlagnahmen und abschleppen. Ermittlungen wegen eines verbotenen Kfz-Rennens sowie Nötigung im Straßenverkehr laufen.
Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 30.000 Euro. Das meiste davon sei am Audi TT entstanden, der Laster sei kaum beschädigt, sagte die Polizeisprecherin. Verletzt wurde niemand.
