Besonderer Flug zur ISS
Dieser Astronaut wird im All zum dritten Mal Vater
02.10.2026 – 12:50 UhrLesedauer: 2 Min.

Vier Raumfahrer sind so schnell zur ISS geflogen wie kein US-Team vor ihnen. Mit an Bord: ein werdender Vater und die erste schwarze Frau an der Spitze einer Crew.
Der kanadische Astronaut Joshua Kutryk hat zusammen mit seinen Raumfahrtkollegen Jessica Watkins, Luke Delaney und Sergej Teterjatnikow die ISS erreicht. Nur 7 Stunden und 55 Minuten nach dem Start dockte die Raumkapsel „Dragon“ des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX an der Raumstation an. So schnell war zuvor noch keine US-Raumkapsel, teilte die Nasa mit.
Für Kutryk hat der Aufenthalt im All eine ganz persönliche Bedeutung. Denn seine Frau erwartet Ende November das dritte gemeinsame Kind, berichtet die Nachrichtenagentur AP. Damit wird Kutryk zum vierten Mann, der im Erdorbit Vater wird.
Unterstützung von der Nasa
Unterstützung bekommen der Astronaut und seine Familie von der kanadischen Raumfahrtagentur Canadian Space Agency (CSA) und von der Nasa. „In sechs Monaten können viele Dinge passieren, die das Leben verändern“, sagte Nasa-Managerin Dana Weigel kurz vor dem Start der „Dragon“-Kapsel. Die Behörde werde alles tun, um Kutryk engen Kontakt zu seiner Familie zu ermöglichen.
Wie das konkret aussehen kann, zeigen frühere Fälle: 2004 schaltete die Nasa eine Funkverbindung zwischen dem Astronauten Mike Fincke auf der Raumstation und dem Kreißsaal, in dem seine Tochter zur Welt kam. Fünf Jahre später telefonierte US-Astronaut Randy Bresnik aus dem Orbit mit dem Krankenhaus seiner Frau.
Deutlich langsamer erreichte die Nachricht von der Geburt seiner Tochter den österreichischen Astronauten Franz Viehböck. Sein Kind wurde 1991 wenige Stunden nach seinem Start zur sowjetischen Raumstation „Mir“ geboren. Von der Geburt erfuhr er erst am nächsten Tag.
Erste schwarze Frau an der Spitze einer Crew
Und noch ein Ereignis macht den „Dragon“-Flug zu etwas Besonderem. Mit dem Start wurde US-Astronautin Watkins zur ersten schwarzen Frau, die eine Besatzung ins All führt.
Die Geologin war bereits zum zweiten Mal auf dem Weg zur Raumstation, nach einem längeren Aufenthalt im Jahr 2022. Für die drei weiteren Besatzungsmitglieder ist es der erste Flug ins All.
Ihre Crew löst vier Raumfahrer ab, die seit Februar auf der Station leben. Ihr eigener Aufenthalt dort soll sechs Monate dauern.
