November 7, 2026 4:26 p.m. CET

Jahre nach seinem Tod

Ärger um Steuerschulden von totem Fußballtrainer

07.11.2026 – 11:28 UhrLesedauer: 2 Min.

Sven-Göran Eriksson: Der Schwede war unter anderem Nationaltrainer von England, Mexiko und der Elfenbeinküste. (Quelle: imago sportfotodienst)

Im August 2024 verstarb Sven-Göran Eriksson an den Folgen einer Krebserkrankung. Lange nach seinem Tod ist der schwedische Fußballtrainer wieder in den Schlagzeilen. Es geht ums Geld.

Mehr als zwei Jahre nach dem Tod von Sven-Göran Eriksson verfolgt die britische Steuerbehörde weiter Forderungen gegen seinen Nachlass. Eriksson, der von 2001 bis 2008 als Trainer in England gearbeitet hatte, starb demnach mit Steuerschulden von rund 99 Millionen schwedischen Kronen (rund neun Millionen Euro).

Auslöser war eine Investition aus dem Jahr 2006: Eriksson legte über die Bank Coutts eine Million Pfund (umgerechnet etwa 1,2 Millionen Euro) in ein Konstrukt zur Förderung der britischen Filmproduktion an. Aber: Die britische Steuerbehörde akzeptierte die damalige steuerliche Behandlung der Investition nicht. Ein Gericht gab der Steuerbehörde recht, woraufhin die Steuernachforderungen entstanden.

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Anders Runebjer, enger Freund und früherer Rechtsbeistand Erikssons, kümmert sich nach eigenen Angaben unentgeltlich um den Nachlass. Der schwedischen Zeitung „Expressen“ sagte er, ein Teil des Geldes sei damals von den Kanalinseln auf die Cayman Islands verlagert worden, was Auszahlen des Geldes erschwert. Die dort ansässigen Behörden verlangen dafür umfangreiche gerichtliche und rechtliche Nachweise, die in Schweden in dieser Form nicht erbracht werden können.

Die Cayman Islands gelten als Steuerparadies. (Quelle: xGalitskayax via imago-images.de)

Runebjer schildert, dass die Rückholung an formalen Hürden scheitere. Betrugsvorwürfe gegen den an Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorbenen Ex-Trainer weist er entschieden zurück: „Das ist kein Betrug, sondern wurde von der Coutts-Bank so eingerichtet.“

Der britischen Steuerbehörde habe er mitgeteilt, der Nachlass könne die Summe nicht begleichen. „Ich war offen und habe gesagt, dass wir das Geld nicht haben, um diese Schuld zu begleichen“, so Runebjer. Die Behörde verfolge die Forderung dennoch weiter.

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