Juli 21, 2026 7:31 a.m. CEST

Heilungschancen steigen

Brustkrebs: 5 Fakten, die Mut machen


Aktualisiert am 20.07.2026 – 17:51 UhrLesedauer: 3 Min.

Brustkrebs ist immer noch die häufigste Krebserkrankung der Frau. Doch die Chancen auf Heilung haben sich verbessert. (Quelle: Panuwat Dangsungnoen/getty-images-bilder)

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland. Die Heilungschancen haben sich in den letzten Jahren deutlich verbessert.

Fakt eins: Brustkrebs wird oft früh erkannt

In Deutschland wird derzeit allen Frauen zwischen 50 und 75 Jahren alle zwei Jahre eine kostenlose Mammografie zur Krebsfrüherkennung angeboten. Nachdem in Deutschland die Mammografie zur Früherkennung von Brustkrebs eingeführt worden war, wurden zunächst mehr Neuerkrankungen festgestellt. Denn mittels Mammografie können bereits kleine Tumoren erkannt werden. Je früher Brustkrebs diagnostiziert und behandelt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

„Obwohl heutzutage mehr Frauen die Diagnose Brustkrebs erhalten als früher, haben Betroffene aktuell bessere Heilungschancen als noch vor zehn Jahren. Das liegt zum einen daran, dass die derzeitigen Untersuchungsmethoden Krebs in einem sehr frühen Stadium erkennen können. Zum anderen haben sich die Brustkrebstherapien weiterentwickelt“, sagt Dr. Susanne Weg-Remers, Leiterin des Krebsinformationsdienstes (KID) am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg.

Fakt zwei: Auffälliger Befund bedeutet nicht immer Krebs

Die Mammografie erkennt Gewebeveränderungen in der Brust – auch solche, die gutartig sind. Das heißt: Nicht jeder auffällige Befund bedeutet Krebs. Weiterführende Untersuchungen zeigen, ob die knotige Veränderung tatsächlich bösartig ist.

Hierfür werden in der Regel weitere bildgebende Untersuchungen durchgeführt – etwa Ultraschall oder MRT. Besteht ein Verdacht auf Krebs, so wird eine Biopsie durchgeführt, bei der mit einer Hohlnadel etwas Gewebe für die feingewebliche Untersuchung im Labor entnommen wird. „Einen Tumor in der Brust zu haben, bedeutet nicht zwangsläufig, Brustkrebs zu haben. Die meisten auffälligen Befunde sind gutartig, nur ein geringer Teil bösartig“, sagt Weg-Remers.

Zu den gutartigen Veränderungen der Brust gehören:

  • zyklusbedingte Gewebeveränderungen/ Gewebeverdichtungen
  • Lipome (gutartige Fettgeschwülste)
  • Fibroadenome (gutartige Tumoren aus Drüsen- und Bindegewebe)
  • flüssigkeitsgefüllte Zysten (gutartige, flüssigkeitsgefüllte Gewebekapseln)
  • Milchgangspapillome (gutartige, knotige Veränderungen in den Milchgängen)
  • fibrozystische Mastopathie (gutartige Gewebevermehrung/ kirschkerngroße, verschiebbare und gut abgrenzbare Knoten)

„Ebenso kann es sich bei einem Knoten in der Brust um eine Krebsvorstufe oder frühe Form von Krebs handeln. Die als Carcinoma in situ bezeichnete Veränderung ist noch nicht in das umliegende Gewebe hineingewachsen und hat auch noch keine Tochtergeschwulste im Körper gebildet“, erklärt Weg-Remers. „Wird ein Carcinoma in situ bei einer gesunden Frau vollständig entfernt, gilt diese als geheilt.“

Quelle: DKFZ (Quelle: DKFZ/Carina Kircher)

Zur Person

Dr. Susanne Weg-Remers ist Leiterin des Krebsinformationsdienstes (KID) am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg. Nach ihrem Abschluss hat sie in der Inneren Medizin sowie in der klinischen und Grundlagenforschung für Krebs gearbeitet.

Fakt drei: Heilungschancen bei Brustkrebs heute besser als früher

Angaben des Krebsinformationsdienstes zufolge ist Brustkrebs heutzutage „bei den meisten Patientinnen“ heilbar, da viele Tumoren früh entdeckt werden. Je früher der Krebs in der Brust erkannt wird, desto geringer ist das Risiko, dass der Krebs in andere Organe gestreut und dort Metastasen (Tumorabsiedelungen) gebildet hat.

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