August 15, 2026 4:16 p.m. CEST

Wetter in Köln und NRW

Bis zu 35 Grad – dann gibt es Gewittergefahr


15.08.2026 – 13:34 UhrLesedauer: 2 Min.

Blitze über dem Rheintal (Archivbild): Mit der Abkühlung kann es in Nordrhein-Westfalen zu einzelnen kräftigen Gewittern kommen. (Quelle: Philipp von Ditfurth/dpa)

Bis zu 35 Grad, Gewittergefahr und ein Rheinpegel auf Rekordtief: NRW erlebt ein extremes Wochenende – und die Abkühlung kommt mit Tücken.

Der Sommer zeigt sich in Nordrhein-Westfalen von seiner extremen Seite: Am Samstag klettern die Temperaturen auf bis zu 35 Grad – vor allem in der Kölner Bucht. Im Norden und im Bergland bleibt es mit rund 29 Grad etwas erträglicher. Doch Vorsicht: Ab dem Nachmittag ziehen von Westen und aus dem Bergland einzelne, teils kräftige Gewitter auf.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Starkregen zwischen 15 und 25 Litern pro Quadratmeter in einer Stunde, kleinkörnigem Hagel sowie Sturmböen zwischen 65 und 80 km/h – vereinzelt sind sogar schwere Sturmböen um 90 km/h nicht ausgeschlossen.

Kaltfront kann NRW Gewitter bescheren

Hintergrund ist eine Kaltfront, die im Laufe des Samstags langsam von Westen hereinschwenkt. Sie trifft auf eine heiße, zunehmend feuchte Luftmasse – ideale Bedingungen für kräftige Gewitter. Besonders der Nordwesten und das Bergland sind betroffen. In der Nacht zum Sonntag beruhigt sich die Lage im Norden, während im Süden und Südosten noch gebietsweise schauerartiger Regen möglich bleibt.

Am Sonntag dann spürbare Abkühlung: Die Temperaturen sinken auf 24 bis 28 Grad, auf dem Kahlen Asten auf rund 22 Grad. Meist bleibt es niederschlagsfrei – nur im äußersten Süden sind am Nachmittag erneut einzelne Gewitter mit Starkregen und stürmischen Böen nicht ganz ausgeschlossen. Ab Montag setzt sich mit Regen und Temperaturen um die 20 Grad endgültig kühlere Luft durch. Die Hitzewelle ist vorerst gebrochen.

Rhein-Pegel in Köln auf Rekordtief

Zum ohnehin angespannten Bild passt der Blick auf den Rhein: Wochenlange Trockenheit hat den Pegelstand in Köln auf ein Rekordtief gedrückt – am Samstag lag er laut Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes bei unter 50 Zentimetern. Noch am Donnerstag hatte der Pegel die Marke von 50 Zentimetern erreicht, seitdem ist er weiter gefallen. Ein Anstieg wird erst zu Beginn der kommenden Woche erwartet, wenn die Regenfälle der Kaltfront auch die Zuflüsse erreichen.

Die anhaltende Trockenheit macht nicht nur dem Rhein zu schaffen. Auch Wälder, Felder und Trinkwasserversorgung stehen unter Druck. In der Eifel kämpfen die Einsatzkräfte gegen den wohl größten Waldbrand in der Geschichte Nordrhein-Westfalens. Regen wird dort am Samstag nicht erwartet.

Aktie.
Die mobile Version verlassen